Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Warnstreik der Busfahrer fortgesetzt: Demo

12.02.2020 - Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde: Der von Verdi ausgerufene dreitägige Warnstreik der städtischen Busfahrer in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster geht weiter. Vor dem Gebäude der Kommunalen Arbeitgeberverbandes in Kiel demonstrieren 350 Busfahrer lautstark.

  • Ein Bus der KVG mit Verdi-Plakaten. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Bus der KVG mit Verdi-Plakaten. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel (dpa/lno) - Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit der städtischen Busfahrer in Schleswig-Holstein vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag den Druck noch einmal erhöht. Am Mittwoch legte der fortgesetzte dreitägige Warnstreik in den vier kreisfreien Städten des Landes - Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster - den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahm. In Kiel zogen rund 350 demonstrierende Busfahrer mit Trillerpfeifen und Plakaten vor das Gebäude des Kommunalen Arbeitgeberverbands, um dort lautstark ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Die Fronten in den Tarifverhandlungen sind verhärtet. Verdi verlangt eine Erhöhung um 2,06 Euro pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar - das wären nach Angaben der Arbeitgeber etwa 14 Prozent mehr. Der Tarifvertrag soll nach den Vorstellungen von Verdi eine Laufzeit von zwölf Monaten bekommen. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung als überzogen ab. Sie haben eine dreijährige Laufzeit angeboten mit drei Erhöhungsstufen von insgesamt 9,1 Prozent: 110 Euro für 2020 (4,0 Prozent), 2,8 Prozent für 2021 und 2,3 Prozent für 2022.

«Das muss nicht unser letztes Angebot bleiben, aber Voraussetzung ist, dass auch Verdi Entgegenkommen zeigt und sich ein Abschluss im Rahmen wirtschaftlicher Vernunft bewegt», sagte der Geschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbands, Wilfried Kley, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur - während draußen vor dem Gebäude die Busfahrer demonstrierten.

Verdi-Sprecher Frank Schischefsky begründete die hohen Lohnforderungen damit, dass ein Busfahrer im Durchschnitt etwa 2600 Euro brutto verdiene. Dies sei zu wenig, um eine Familie zu ernähren. Im übrigen sei es sehr schwierig, neue Busfahrer zu finden, was angesichts der Überalterung der Belegschaften und des politischen Ziels, den Nahverkehr auszubauen, aber dringend notwendig sei.

Die Verhandlungen der Tarifpartner werden am Donnerstag um 10.00 Uhr in Neumünster fortgesetzt. Parallel dazu läuft noch bis Betriebsschluss der Warnstreik. Aufgerufen waren rund 1500 Beschäftigte.

Unterdessen drohen im Bereich der privaten Busunternehmen, die im Omnibus Verband Nord (OVN) organisiert sind, neue Warnstreiks. Auch dort stecken die Verhandlungen mit Verdi fest. Sondierungen am Dienstag waren ergebnislos verlaufen. Der OVN deckt in vielen Kommunen und Kreisen die Schülerverkehre und den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Auftrag der öffentlichen Träger ab.

«Wir werden uns nun erneut darauf konzentrieren, den Verhandlungsdruck zu erhöhen und das bedeutet Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin», sagte Verdi-Verhandlungsführer Karl-Heinz Pliete. Die Verhandlungen mit dem OVN sollen am 28. Februar weitergeführt werden.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren