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CSD-Fahrraddemo statt großer Parade am 1. August in Hamburg

27.07.2020 - Fahrräder statt Parade: Der 40. Jahrestag des Christopher Street Days (CSD) wird in Hamburg in diesem Jahr coronabedingt mit einer Fahrraddemo statt einer großen bunten Parade begangen. Der Verein Hamburg Pride und die Polizei hätten sich entsprechend geeinigt, teilte der Vereinsvorsitzende Stefan Mielchen am Montag in Hamburg mit.

  • Ein Teilnehmer versprüht Seifenblasen bei einer Parade zum Christopher Street Day (CSD). Foto: Philipp Schulze/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Teilnehmer versprüht Seifenblasen bei einer Parade zum Christopher Street Day (CSD). Foto: Philipp Schulze/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei hatte die Demo mit zunächst maximal 1000 Teilnehmern erlaubt. Dagegen war der Verein mit einem Eilantrag vor das Verwaltungsgericht Hamburg gezogen. Nun sind bis zu 3000 Fahrradfahrer möglich, wie die Polizei bestätigte. Ursprünglich hatte der Verein die Demo für 10 000 Teilnehmer angemeldet. Durch die Einigung sei das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beendet, so Hamburg Pride. Rein formell war das Verfahren einem Gerichtssprecher zufolge noch nicht beendet, weil zunächst entsprechende Erklärungen noch nicht vorlagen.

Vor Beginn der Fahrraddemo am kommenden Samstag werde sich der Demozug in Blöcken von je 100 Leuten mit Abstand zueinander rund um die Binnenalster aufstellen. Von 12.00 Uhr an werden die Teilnehmer gemeinsam etwa acht Kilometer lang durch St. Pauli und Altona radeln. Am Dammtorbahnhof soll sich der Zug dann wieder auflösen. Während der Demo sollen alle Teilnehmer auf Abstand achten, eine Mund-Nase-Maske tragen und sie dürfen keinen Alkohol trinken.

«Corona stellt uns als CSD-Verein vor große Herausforderungen. Aber eine Demonstration ist kein Selbstzweck. Der CSD gehört auf die Straße, denn die politischen Ziele, für die wir weiterhin kämpfen müssen, sind mit Corona nicht verschwunden», sagte Mielchen weiter. Das Motto des Zuges sei das ursprünglich geplante geblieben: «Keep on fighting. Together». Mit der Demo soll auf die politischen Ziele von Lesben und Schwulen aufmerksam gemacht werden.

Im vergangenen Jahr waren zur CSD-Demo in Hamburg der Polizei zufolge etwa 200 000 Menschen gekommen, etwa 90 000 davon waren bei der Demo mitgelaufen.

Der Christopher Street Day findet jedes Jahr in vielen Städten in aller Welt statt und erinnert an Ereignisse vom 28. Juni 1969: Polizisten stürmten damals die New Yorker Schwulen- und Lesbenbar «Stonewall Inn» in der Christopher Street und lösten dadurch mehrtägige Proteste von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus. Der CSD soll auf die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen aufmerksam machen.

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