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Corona: Weniger Bewerber in Hamburgs Studierenden-Wohnheimen

27.09.2020 - Wegen der Corona-Pandemie kommen weniger internationale Studierende nach Hamburg - das führt laut Studierendenwerk zu einem Rückgang der Bewerberzahlen für Wohnheimplätze. Doch die Suche nach bezahlbaren Zimmern ist aus mehreren Gründen weiterhin schwer.

  • Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer Studierendenwerk Hamburg, bei einer Pressekonferenz. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer Studierendenwerk Hamburg, bei einer Pressekonferenz. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Corona-Krise ist die Zahl der Bewerber für einen Platz in einem Hamburger Wohnheim für Studierende gesunken - die Suche nach bezahlbarem Wohnraum bleibt dennoch schwierig. Beim Studierendenwerk sei die Zahl der Bewerber zum 1. Oktober im Vergleich zum Vorjahres-Zeitpunkt zwar von 2369 auf 1755 zurückgegangen, sagte der Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, Jürgen Allemeyer, der Deutschen Presse-Agentur wenige Wochen vor Start des neuen Wintersemesters. Doch da nur 750 Einzüge möglich seien, sei die Zahl der Interessenten noch immer deutlich höher als das Angebot.

«Die Bewerberliste ist vor allem deshalb etwas kürzer, weil viele internationale Studierende auch im kommenden Wintersemester nicht kommen können», sagte Allemeyer weiter. Doch es gebe nach wie vor viele Bewerber aus dem Inland, denn anders als früher falle für die meisten während der Pandemie eine Zeit im Ausland nach dem Abitur aus. «Sie gehen direkt zum Studium.» Sein Eindruck sei, dass die Situation auf dem Ausbildungsmarkt zeitweilig sehr kritisch erschien und den Trend gefördert habe, nach dem Abitur sofort ein Studium zu wählen.

Auf der Suche nach einer Unterkunft bleibe der Wohnungsmarkt für Studierende in Hamburg angespannt, betonte Allemeyer. Es gebe in der Hansestadt noch viele andere Gruppe, die sich für kleine Wohnungen interessierten. «Deshalb ist die Konkurrenz groß.» Auch die Mieten würden weiter steigen. Es gebe immer mehr sogenannte Mikro-Appartements von privaten Anbietern. «Doch die sind so was von teuer.»

Das Studierendenwerk Hamburg bietet in seinen 26 Wohnanlagen rund 4400 Wohnplätze für Studierende und Auszubildende an. Es plant eigenen Angaben zufolge 2000 neue Plätze in Wohnheimen bis 2030. Ein möbliertes Standardzimmer koste derzeit 255 Euro warm, in neuen Wohnanlagen liege eine Unterkunft bei bis zu 400 Euro. Für ein privates WG-Zimmer seien jedoch 500 Euro keine Seltenheit.

Angst vor Ansteckung brauche man in den Wohnheimen nicht zu haben, erklärte Allemeyer. «Wir hatten nur ganz wenige Corona-Fälle und die wurden von ihren Kommilitonen vorbildhaft unterstützt.» Es seien umfangreiche Hygienemaßnahmen ergriffen worden. «Die Gemeinschaftsräume beispielsweise haben wir wieder langsam geöffnet - mit klaren Vorgaben, wie viele Leute anwesend sein dürfen. Sie müssen sich registrieren, es gibt Desinfektionsmöglichkeiten.» Feiern seien verboten. «Die Studierenden und Auszubildenden in unseren Wohnanlagen sind sehr vernünftig und einsichtig.»

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