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Corona-Ausbruch in Bar: Normaler Betrieb auf der Schanze

20.09.2020 - Der Corona-Ausbruch in einer Hamburger Bar hat das Schanzenviertel an diesem Wochenende nicht negativ beeinflusst. Die Außengastronomien waren erneut gut besucht. In der Großen Freiheit auf der Reeperbahn wurde es dagegen eng. Die Polizei musste eingreifen.

  • Ein Schild mit dem Text «Sorry, Heute leider geschlossen» hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit dem Text «Sorry, Heute leider geschlossen» hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz des Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Bar haben sich am Wochenende zahlreiche Menschen zum gemeinsamen Essen, Trinken und Feiern in den Ausgehvierteln der Hansestadt getroffen. Der Polizei zufolge waren am Abend die Außengastronomien im Schanzenviertel zu gut 90 Prozent ausgelastet. Die Beamten zählten mehrere hundert Menschen. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben, sagte ein Sprecher am Sonntag. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Barmitarbeiter der «Katze» im Schanzenviertel positiv auf Corona getestet worden war. Bis Freitag wurden insgesamt acht Fälle registriert, vier davon waren «Katze»-Mitarbeiter. Rund 600 Gäste kommen als Kontaktpersonen in Frage. Weitere Testergebnisse werden zu Wochenbeginn erwartet.

Auf der Reeperbahn musste die Polizei am Wochenende dagegen coronabedingt eingreifen. Dort waren in der Spitze bis zu 15 000 Menschen unterwegs. Deshalb sei der Zugang zur Großen Freiheit in der Nacht kurz vor 3.00 Uhr für fast eine Stunde beschränkt worden. Zudem wurden in der Nacht fast drei Dutzend Betriebe auf das Einhalten der Corona-Abstandsregeln und das ordnungsgemäße Führen der Kontaktdaten-Listen kontrolliert. Dabei seien lediglich in einem Fall Verstöße festgestellt worden, so der Polizeisprecher. Weil dort der Abstand nicht eingehalten und die Kontaktlisten nicht ordentlich geführt wurden, musste das Lokal geschlossen werden.

Altonas Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg hatte zuletzt mit Blick auf den Ausbruch in der Bar «Katze» im Schanzenviertel eine generelle Maskenpflicht für Mitarbeiter von Bars und Schankwirtschaften gefordert. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hält die bestehenden Corona-Abstandsregeln dagegen für ausreichend. «Uns ist kein Infektionsfall bekannt, bei dem die Abstandsregeln eingehalten worden waren», sagte Hamburgs Dehoga-Präsident Franz Klein der Deutschen Presse-Agentur. Und für alle, die näher als 1,50 Meter an die Gäste herantreten, bestehe ja bereits eine Maskenpflicht. Das gelte beispielsweise auch für Barkeeper, die sich nah zu ihren Gästen über den Tresen beugen. «Das ist eindeutig geregelt.» Solange sich alle an die Abstandsregeln halten, «sind die derzeitigen Regeln ausreichend».

Unterdessen waren die Corona-Infektionszahlen am Wochenende in Hamburg um 92 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in der Hansestadt mindestens 7164 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mit 18,9 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte.

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