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Corona-Virus zirkuliert kaum noch im Norden

19.05.2020 - Die strengen Vorkehrungen gegen das neue Corona-Virus wirken. Im Norden werden seit Tagen nur noch wenige neue Fälle gemeldet. Das geht einher mit den umfassendsten Lockerungen in der Corona-Krise. Doch der Kieler Minister Garg warnt.

  • Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Parallel zum Inkrafttreten weitgehender Lockerungen in der Corona-Krise hat sich die Ausbreitung des neuartigen Virus in Norddeutschland stark verringert. In Schleswig-Holstein stieg die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt binnen 24 Stunden nach Angaben der Landesregierung nicht weiter. Damit betrage die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Montagabend nach wie vor 3002, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte.

Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich demnach um 2 auf 128. Rund 2700 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 33 werden noch in Krankenhäusern behandelt. Allerdings hatte der Kreis Segeberg bis Montagnachmittag (Stand: 15.30 Uhr) einen weiteren Fall gemeldet, der in die Statistik des Landes zunächst nicht einging.

Die Informationen der Kreise und kreisfreien Städte können laut Gesundheitsministerium vom standardisierten Vorgehen nach dem Infektionsschutzgesetz abweichen. Basis für die Landesdaten seien die Zahlen, die die Kreise auf dem offiziellen Meldeweg über die zentrale Meldesoftware der Landesmeldestelle und dem Robert-Koch-Institut mitteilen. Abweichungen zu den vor Ort kommunizierten Fällen seien möglich. Im Einzelfall könne es auch zu einer Reduzierung der gemeldeten Fälle kommen, wenn sich zum Beispiel eine Meldung nicht bestätigt hat, sagte ein Sprecher.

Auch in Hamburg wurden erstmals seit mehreren Wochen von den Gesundheitsämtern binnen eines Tages keine weiteren Fälle von Covid-19-Infektionen gemeldet. Das teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5034.

Mecklenburg-Vorpommern hatte am Montag erstmals seit dem 14. März über einen Tag ohne nachgewiesene Corona-Neuinfektion berichtet. Dort blieb die Zahl der registrierten Fälle damit bei 751.

«Die aktuelle Situation ist eine Momentaufnahme», sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. «Allerdings zeigt die Entwicklung der vergangenen Tage, dass die Viruszirkulation in der Bevölkerung inzwischen sehr gering ist», erläuterte der FDP-Politiker. «Das sind gute Nachrichten. Dennoch muss man klar sagen: Wir leben mit dem Virus, und es liegt an uns allen, durch rücksichtsvolles Verhalten diese positive Entwicklung nicht zu gefährden.»

Wo es bisher um Verbote und Einschränkungen gegangen sei, seien jetzt umso mehr Eigenverantwortung und rücksichtsvolles Handeln gefragt. «Solange es weder Impfstoff noch eine spezifische antivirale Therapie gibt, müssen wir weiterhin Menschenansammlungen meiden, auf Hygieneregeln achten und Abstandsregeln einhalten», betonte Garg.

Der Rückgang der Fallzahlen im ganzen Norden fällt zusammen mit zahlreichen Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise. Hotels, Ferienwohnungen und Gaststätten durften wieder öffnen, Fitnessstudios, Kinos und Fahrschulen ebenfalls - alles unter strengen Hygiene- und Abstandsvorgaben. Die Kita-Betreuung wurde ausgeweitet.

Touristen aus anderen Bundesländern können auch wieder nach Schleswig-Holstein einreisen und nutzten die Chance gleich am ersten Tag massenhaft. Besonders zu den Nordsee-Inseln wie Sylt, Amrum und Föhr gab es am Montag starken Andrang. Unterdessen dürfen Tagestouristen diese Inseln sowie St. Peter-Ording und Büsum an der Westküste zu Christi Himmelfahrt und über Pfingsten nicht besuchen. Hintergrund ist die Sorge vor einem Zusammentreffen von vielen Menschen auf engem Raum. Deshalb planen Kommunen auch Zugangsbeschränkungen an touristischen Hotspots, auch an der Ostseeküste.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte wiederholt dazu aufgerufen, die Regeln in der Corona-Krise weiterhin einzuhalten. Im Norden war am 28. Februar der erste Corona-Fall offiziell bestätigt worden. Die meisten Fälle gibt es am Hamburger Rand. Für den Kreis Pinneberg gab die Landesregierung die Zahl der Infektionen bis Montagabend mit 599 an und die der Todesfälle mit 37. Für Stormarn waren es demnach 406 Infizierte und 28 Tote. Auch hier gibt es kleine Abweichungen zu Mitteilungen von Kreisen.

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