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Drang zum Corona-Auflagen-Einhalten schwindet in Hamburg

10.05.2020 - Volle Parks und erste Straßenpartys: Das gute Wetter am Wochenende hat zahlreiche Hamburger nach draußen gelockt - und bei der Polizei wegen zahlreicher Verstöße gegen Corona-Auflagen für Verdruss gesorgt.

  • Gläubige nehmen wieder an einem Gottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis teil. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gläubige nehmen wieder an einem Gottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis teil. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Bereitschaft zum Einhalten der Corona-Auflagen in Hamburg lässt offensichtlich nach. Zwar lägen den Beamten noch keine genauen Zahlen vor, doch hätten sich am Wochenende bei sommerlichem Wetter besonders um die Alster viele unerlaubte Gruppenansammlungen gebildet, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Vor allem junge Menschen hätten häufiger die Regeln missachtet.

So habe die Polizei am Samstagabend im Schanzenviertel bei einer feiernden Menge die Einhaltung der Abstandsregeln durchsetzen müssen. 400 bis 500 Menschen hätten sich am Schulterblatt versammelt, sagte der Polizeisprecher. Es sei viel Alkohol geflossen. Die Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie seien dagegen nicht allzu streng befolgt worden. Nachdem die Beamten zur Einhaltung der Regeln aufforderten und Platzverweise erteilten, beruhigte sich die Lage nach Angaben des Sprechers.

Einen Grund zur Freude gab es für Hamburgs Christen: Nach siebenwöchiger Durststrecke haben die Gläubigen ihren Sonntagsgottesdienst wieder in einer Kirche feiern dürfen - wenn auch unter Auflagen. Im Hamburger Michel etwa konnten wegen des gebotenen Mindestabstands von zwei Metern zwischen den Besuchern - abgesehen von Paaren oder Familien, die in einem Haushalt leben - nur bis zu 150 Personen am Gottesdienst von Hauptpastor Alexander Röder teilnehmen.

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), predigte unter anderem in der Hamburger Kulturkirche Altona (St. Johannis). Aus Infektionsschutzgründen verzichteten die rund 75 Gläubigen beim ersten Gottesdienst seit Mitte März den Angaben zufolge auf das Singen und summten die Lieder nur. Außerdem trugen sie entsprechend einer Handlungsempfehlung der Nordkirche vom 1. Mai einen Mund-Nase-Schutz.

«Mir ist, als würden Angst und Bestürzung über die Schrecken der Pandemie in dem Maße weichen, wie der Ton Gottes Raum gewinnt», betonte Bischöfin Fehrs. Musik sei die Stimme der Versöhnung. «Die Verzagten herzhaft machen und den Neid und Hass mindern - das ist die christliche Botschaft dieser Tage.»

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Samstag um 8 auf 4946 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4100 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 640 mit dem Virus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 2 auf 195. Nach RKI-Angaben ist die Zahl der Toten mit Covid-19 im Vergleich zum Vortag mit 204 gleich geblieben.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 108 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 4 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um 5 auf 42.

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