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Drei mutmaßliche Linksextremisten angeklagt

25.11.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat drei mutmaßliche Linksextremisten wegen der Verabredung zu vier Brandstiftungen angeklagt. Die beiden Männer im Alter von 27 und 31 Jahren sowie eine 28-jährige Frau waren in der Nacht zum 8. Juli im Stadtteil Eimsbüttel festgenommen worden. Bei einem der Beschuldigten fand die Polizei einen Zettel mit vier Adressen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich dabei um mögliche Anschlagsziele handelte. Eine der Adressen soll sich auf die Wohnung von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) beziehen, sagte ein Gerichtssprecher. Zuerst hatte «Welt» über die Anklage berichtet.

  • Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die drei Beschuldigten waren damaligen Polizeiangaben zufolge kurz vor ihrer Festnahme mit Fahrrädern unterwegs gewesen und hatten sich in einer Grünanlage verdächtig verhalten. Im Rucksack des 31-Jährigen seien mehrere selbst gefertigte Brandsätze gefunden worden, dazu Grillanzünder, Feuerzeug und Handschuhe. Der andere Mann und die Frau hätten ebenfalls Handschuhe und Feuerzeuge sowie Wechselbekleidung in Rucksäcken gehabt. Die beiden Männer seien polizeibekannte Personen aus dem linksextremen Spektrum, hieß es.

Die Anklage lautet nun auf Verabredung zur gemeinschaftlichen Begehung von drei Brandstiftungen und einer schweren Brandstiftung. Wegen der besonderen Bedeutung des Verfahrens sei das Landgericht zuständig, sagte der Gerichtssprecher. Eine Strafkammer muss nun die Anklage prüfen. Lässt das Gericht sie zu, kommt es zum Prozess.

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