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Edeka und «Budni» machen Drogeriemärkten Konkurrenz

07.06.2019 - Nach der Schlecker-Pleite gingen Marktanteile der Drogeriebranche an dm und Rossmann. Nun steigt im Südwesten Edeka ein und öffnet erstmals eigene Drogeriemärkte. Mit im Boot ist die Hamburger Drogeriekette Budnikowsky. Diese expandiert mit Edeka bundesweit.

  • Ein Schild mit der Aufschrift «Edeka». Foto: Tobias Hase/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit der Aufschrift «Edeka». Foto: Tobias Hase/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Offenburg (dpa/lsw) - Der Lebensmittelhändler Edeka Südwest steigt 92 Jahre nach seiner Gründung in die Drogeriemarktbranche ein und öffnet erstmals eigene Drogeriemärkte. Das auf Lebensmittelgeschäfte spezialisierte Unternehmen reagiere damit auf das steigende Interesse von Kunden nach Drogerieprodukten und verspreche sich so Wachstumsmöglichkeiten, sagte der für Vertrieb und Ladenbau zuständige Geschäftsführer Jürgen Mäder in Offenburg der Deutschen Presse-Agentur. Für Edeka im Südwesten sei dies ein neues Standbein. Geplant sei die Eröffnung eigenständiger Drogeriemärkte in Baden-Württemberg und in vier weiteren Bundesländern.

Edeka kooperiere hierfür mit der Hamburger Drogeriemarktkette Budnikowsky, kurz «Budni.» Für diese ist es eigenen Angaben zufolge die erste Expansion in Südwestdeutschland. Sie hat sich bislang mit mehr als 180 Filialen auf Hamburg und Umgebung sowie seit vergangenem Sommer auch auf Berlin konzentriert. Mitte April eröffnete «Budni» mit Edeka Südbayern in Bamberg die erste Filiale in Süddeutschland, nun folgen erstmals Geschäfte in Baden-Württemberg.

«Wir starten mit zunächst drei Märkten im Südwesten», sagte Mäder. Den Anfang machten zwei Drogerieläden in Offenburg (Ortenaukreis), die nun eröffnet wurden. Anfang Juli folge eine weitere Filiale in Mannheim, danach kämen weitere Filialen hinzu.

Das Bundeskartellamt hatte den bundesweiten Expansionsplänen der regionalen Hamburger Drogeriemarktkette und der Kooperation mit der genossenschaftlich organisierten Edeka-Gruppe vor rund zwei Jahren grünes Licht gegeben. Seit der Schlecker-Pleite dominieren vor allem dm und Rossmann den Drogeriemarkt in Deutschland.

Edeka Südwest mit Sitz in Offenburg ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte von sieben Edeka-Regionalgesellschaften in Deutschland und zuständig für fünf Bundesländer. Sie beliefert 1350 Lebensmittelmärkte in ganz Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie im Süden von Hessen und Teilen Bayerns.

Die «Budni»-Märkte entstehen laut Mäder an eigenen Standorten oder neben Edeka-Filialen. Betrieben werden sie den Angaben zufolge von Edeka Südwest oder durch eigenständige Kaufleute des Edeka-Verbundes.

«Das Geschäft mit Drogerieartikeln ist geprägt von steigender Kundennachfrage und einem deutlich wachsenden Angebot», sagte Mäder. Edeka setzte daher auf das neue Geschäftsfeld und auf eigenständige Drogeriemärkte - mit Fachberatung und einem größeren Produktangebot. Dies mache den Unterschied zu Drogerieabteilungen in Lebensmittelläden. Dort gebe es im Schnitt 3000 bis 4000 Produkte, in Drogerieläden seien es bis zu 14 000 Produkte.

Edeka Südwest, gegründet 1927, beschäftigt den Angaben zufolge mehr als 44 000 Mitarbeiter und verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 8,74 Milliarden Euro.

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