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Ehemalige HSH Nordbank vor weiterem drastischen Stellenabbau

11.12.2018 - Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Die frühere HSH Nordbank plant nach Angaben des Betriebsrates in Kiel insgesamt einen Abbau von über 700 Stellen. Bisher gibt es demnach 1700 Vollzeitstellen. Für den Standort Kiel seien bei der Bank selbst künftig noch etwa 200 Stellen vorgesehen, sagte die Betriebsratsvorsitzende Simone Graf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur nach einer Betriebsversammlung mit Bankchef Stefan Ermisch in Kiel. Derzeit hat die heutige Hamburg Commercial Bank an der Förde noch rund 700 Vollzeitstellen.

  • Blick auf den Eingangsbereich mit dem Logo der HSH Nordbank. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick auf den Eingangsbereich mit dem Logo der HSH Nordbank. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für Kiel sei unter anderem vorgesehen, dass von mehr als 180 IT-Mitarbeitern etwa 60 in der Bank bleiben, sagte Graf. Etwa 130 sollen zu einem Provider wechseln. Wer das sein wird, stehe noch nicht fest. Unklar blieb zunächst, in welchem Zeitraum der Stellenabbau vollzogen werden soll. Insgesamt seien auch wechselseitige Stellenverschiebungen zwischen Kiel und Hamburg vorgesehen, sagte Graf. «Es war eine sehr emotionale Veranstaltung», sagte sie im Blick auf die Betriebsversammlung in Kiel. «Es sind viele Tränen geflossen.» Für den Standort Hamburg war für den Nachmittag eine Betriebsversammlung angesetzt.

Die HSH Nordbank war 2003 aus der Fusion der Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangen und hatte in ihrer kurzen Geschichte mit vielen Krisen und Skandalen zu kämpfen. Nachdem sie zwei Mal von den Ländern vor der Pleite gerettet wurde, musste sie auf Anweisung der EU-Kommission verkauft oder abgewickelt werden. Für eine Milliarde Euro übernahmen US-Investmentfonds unter der Führung von Cerberus und Christopher Flowers die Bank.

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