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Ermittler werten Hinweise zu Prostituiertenmord von 1994 aus

13.01.2020 - Der Mörder einer Flensburger Prostituierten steckte 1994 die blutige Kleidung seines Opfers und ein Gewebestück aus dem Körper der Frau ein. Bis heute gab es in Deutschland laut Polizei keine Tat mit vergleichbarem Muster. Die Ermittler setzen auf 200 neue Hinweise.

  • Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Flensburg (dpa/lno) - Einen Monat nach dem Bericht über den vor über 25 Jahren verübten Mord an der Flensburger Prostituierten Sylvia D. in der Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» wertet die Polizei weiter Hinweise aus. «Da ist sicher der eine oder andere wichtige Hinweis dabei», sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts der Deutschen Presse-Agentur. Die Überprüfung der Hinweise werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Insgesamt waren nach der ZDF-Sendung vom 11. Dezember rund 200 Hinweise zu dem Fall eingegangen.

Beamte der Cold Case Unit haben den Fall gemeinsam mit der Flensburger Mordkommission wieder aufgerollt. Es gibt auch DNA-Spuren. Das 25 Jahre alte Opfer hatte in Inseraten als «Mandy» um Freier geworben und diese in einer Wohnung in der Bahnhofstraße empfangen. Fallanalytiker gehen davon aus, dass die als lebenslustig beschriebene zweifache Mutter ein Zufallsopfer war und der Täter wusste, in welchen Wohnungen Prostituierte arbeiteten.

Sylvia D. öffnete im August 1994 ihrem Mörder die Tür. Nach Spurenlage schlug und stieß der Täter sein Opfer sofort. Rund 30 Mal stach er auf sie ein. Nachbarn hatten die Schreie gehört, denn viele Balkontüren und Fenster waren an dem heißen Tag geöffnet. Einen Notruf setzte aber niemand ab. Ein Taxifahrer sagte später aus, er habe im Bereich des Bahnhofs einen Fahrgast mit blutiger Kleidung befördert. Auf Nachfrage habe der Mann behauptet, er sei Fleischer.

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