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Erste Tarifrunde zu Joberhalt bei Airbus ergebnislos vertagt

24.09.2020 - Vor dem Tagungshotel in Hamburg machten Azubis ihrem Ärger Luft. Drinnen verhandelten die IG Metall und das Management von Airbus über die Rettung von Jobs bei dem von der Corona-Krise stark betroffenen Flugzeugbauer. Die erste Runde endete ergebnislos.

  • Teilnehmer einer Protestaktion halten ein Transparent in der Form eines Flugzeuges mit der Aufschrift "„Airbus Hamburg" und einer eine Fahne mit dem Logo der Gewerkschaft IG Metall und dem Schriftzug "Jungend!"“. Foto:...

    Teilnehmer einer Protestaktion halten ein Transparent in der Form eines Flugzeuges mit der Aufschrift "„Airbus Hamburg" und einer eine Fahne mit dem Logo der Gewerkschaft IG Metall und dem Schriftzug "Jungend!"“. Foto: Georg Wendt/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die IG Metall und das Management des von der Corona-Krise stark betroffenen Flugzeugbauers Airbus haben die erste Runde der Tarifverhandlungen zur Rettung von Arbeitsplätzen ergebnislos vertagt. Als neuen Termin sei der 2. Oktober vereinbart worden, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Carsten Bremer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft habe bei der ersten Verhandlungsrunde ihre Forderungen vorgestellt und begründet.

Die Stimmung sei ganz gut gewesen. Man kenne sich ja bereits von Gesprächen auf betrieblicher Ebene und befinde sich nun nur auf der Ebene von Tarifverhandlungen, sagte Bremer. Ein Airbus-Sprecher sprach von einer «konstruktiven Atmosphäre». Über Inhalte wollte er sich nicht äußern. «Wir sind mit den Sozialpartnern im Gespräch, haben aber Vertraulichkeit vereinbart», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Airbus hatte Ende Juni wegen der Luftfahrt-Krise angekündigt, weltweit 15 000 der rund 90 000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte zu streichen, mehr als 5000 davon in Deutschland. Rund 3000 Jobs seien in Norddeutschland betroffen. In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen es Airbus-Angaben zufolge 2325 Stellen sein, in Bremen geht es um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte dabei auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Es sei «unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen» ausreiche, um 15 000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung «La Tribune» aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen unbedingt verhindern und hat bereits mit einem Aktionstag an den Airbus-Standorten im Norden zusammen mit Beschäftigten und Betriebsräten gegen drohende Kündigungen protestiert. Sie setzt zur Bewältigung der Krise auf Kurzarbeit und eine Vier-Tage-Woche mit Aufstockung.

«Ich glaube schon, dass da was machbar ist», sagte Bremer. Er verwies darauf, dass es bei Airbus bereits einen Abbau gegeben habe. So seien Leiharbeits- und befristete Stellen bereits gestrichen worden. Er räumte aber auch ein, dass die Belegschaft mit Einschnitten rechnen müsse. «Wir müssen gemeinsam einen Weg aus der Krise finden», sagte er. Vor Beginn der Gespräche protestierten vor dem Verhandlungshotel in Hamburg Auszubildende. Sie forderten lautstark von Airbus eine Zusage, nach der Ausbildung übernommen zu werden.

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