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Falsche Kripobeamte erbeuten von Seniorin hohen Geldbetrag

14.09.2020 - Zwei falsche Kriminalbeamte haben eine 77 Jahre alte Kielerin um einen fünfstelligen Euro-Betrag gebracht. Die vermeintlichen Beamten bearbeiteten die Seniorin am Telefon zwei Stunden lang, bis sie ihr Erspartes kurz vor die Haustür stellte und die Täter es umgehend mitnahmen. Über die genaue Höhe der Summe machte die Polizei am Montag aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Der Vorfall hatte sich am Sonntagabend ereignet.

  • In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die falschen Kripo-Anrufer machten um 22.30 Uhr abends der Seniorin mit einer erfundenen Geschichte Angst: Es wären mehrere Einbrecher festgenommen worden und man hätte bei den Männern einen Zettel mit der Anschrift der Seniorin gefunden. Man gehe davon aus, dass sich weitere bewaffnete Täter in der Umgebung aufhielten und die 77-Jährige mit einem Überfall rechnen müsste. Zur Sicherheit solle sie ihre Wertsachen in einen Beutel stecken und vor dem Haus deponieren. Beamte würden das Geld an sich nehmen und es verwahren, bis keine Gefahr mehr bestehe.

Nachdem die Geschädigte ihr Erspartes vor der Tür deponiert hatte, das Telefonat beendet war und sie einen kurzen Moment zur Ruhe kam, rief sie umgehend die richtige Polizei an. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Täter den Beutel schon gestohlen.

Die Polizei warnte, dass sich Anrufe von Kriminellen mit unterschiedlichen Betrugsmaschen wieder häuften. So riefen falsche Polizeibeamte an, angebliche Angehörige in Geldnot, vermeintliche Handwerker mit Angeboten oder es werde in Anrufen ein lang ersehnter Gewinn angekündigt. Die Polizei betonte, sie nehme kein Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen.

Die Täter gehen laut Polizei in der Regel hochprofessionell vor und verwickeln ihre Opfer in lange Gespräche - zum Teil mit unterschiedlichen Gesprächspartnern. In einigen Fällen wurden die Angerufenen schon zur Verschwiegenheit verpflichtet und der Anrufer drohte mit strafprozessualen Maßnahmen, falls der Angerufene mit Dritten über den Vorfall sprechen würde. «Lassen Sie sich von diesen Personen nicht beeindrucken oder einschüchtern und nehmen sie umgehend Kontakt zu ihrer Polizei auf», rät die Polizei den Bürgern.

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