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Flüchtlinge: Minister Grote stellt sich Bürgern in Boostedt

19.09.2018 - Boostedt (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) will sich heute in der Gemeinde Boostedt (Kreis Segeberg) auf einer Bürgerversammlung den Fragen zur angespannten Flüchtlingssituation im Ort stellen. Bürgermeister Hartmut König, ebenfalls von der CDU, hatte von wachsenden Problemen berichtet - etwa öffentlichem Alkoholkonsum, Belästigungen, Diebstählen oder Urinieren in Vorgärten. Statt Flüchtlingsfamilien seien in Boostedt inzwischen viele junge Männer ohne Bleibeperspektive. Sie dürften nicht arbeiten, seien frustriert und sollen dort laut König bleiben bis zu ihrer Abschiebung.

  • Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister von Schleswig-Holstein, sitzt bei einer Pressekonferenz. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister von Schleswig-Holstein, sitzt bei einer Pressekonferenz. Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Boostedt ist eine der beiden Landesunterkünfte für Asylbewerber in einer ehemaligen Kaserne untergebracht. Zurzeit leben dort etwa 1200 Flüchtlinge, ursprünglich sollten es maximal 400 sein. Die Gemeinde selbst hat rund 4600 Einwohner. König warf der Landesregierung vor, Boostedt - anfangs eine Musterbeispiel für Willkommenskultur mit viel ehrenamtlichem Engagement - mit den Problemen weitgehend allein zu lassen. «Das Ehrenamt in Boostedt ist zusammengebrochen», hatte König berichtet.

Das Land will die Zahl der Flüchtlinge in Boostedt bis Ende 2019 auf 500 reduzieren, in Notfällen auf 700. Im Jahr 2024 soll die Landesunterkunft komplett geschlossen werden.

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