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Fridays for Future sieht keine Gefahr von links bei Streik

19.09.2019 - Zehntausende Demonstranten werden zum Klimastreik in der Hamburger Innenstadt erwartet. Auch linksextreme Gruppen haben «radikale Aktionen» angekündigt. Fridays-for-Future-Aktivisten sehen das gelassen.

  • Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future halten Transparente hoch. Foto: Georg Wendt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teilnehmer der Klima-Demonstration Fridays for Future halten Transparente hoch. Foto: Georg Wendt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Trotz angekündigter Aktionen von linksextremen Gruppen zum Klimastreik sieht die Fridays-for-Future-Bewegung keine Gefahr einer Unterwanderung. «Wir sind eine eigenständige Bewegung, aber wir können niemandem daran hindern, bei uns mitzulaufen», sagte die Hamburger Sprecherin Nele Brebeck am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die geplanten Aktionen der Linken seien zeitlich und räumlich von der Fridays for Future-Demonstration am Freitag getrennt.

Generell freue sie sich über jede Unterstützung im Kampf gegen den Klimawandel, «immer vorausgesetzt, dass man sich an unsere Regeln hält, und das sind Gewaltfreiheit und Legalität der Aktion», sagte sie. Zu der Großkundgebung werden am Freitag Zehntausende Demonstranten in der Hamburger Innenstadt erwartet.

Die Interventionistische Linke (IL) hat in Hamburg und anderen deutschen Städten «Verkehrsblockaden und radikale Aktionen» zum Klimastreik angekündigt. Die Gruppe wehrte sich in einer Mitteilung gegen eine «Diffamierung» durch den Verfassungsschutz. Dieser hatte am Mittwoch vor Aktionen von Linksextremisten gewarnt und dabei die seit Jahren beobachtete IL, die von ihr beeinflusste Gruppe Ende Gelände und die Antifa Altona Ost explizit genannt.

Die Hamburger Polizei sei auch personell auf Störaktionen eingerichtet, sagte Sprecher Timo Zill. «Wir werden vor Ort sein, wir werden das beobachten, und wir werden auf jede Einzelaktion besonnen und angemessen reagieren.»

Die Warnung des Verfassungsschutzes, dass Linksextremisten unter dem Deckmantel des Klimaschutzes Anschluss an das bürgerliche Spektrum suchten, «um dieses anschließend zu radikalisieren», wies Fridays for Future-Aktivistin Brebeck als unbegründet zurück. «Wir sind vielleicht relativ junge Leute, aber wir sind ziemlich straight.»

Bei der letzten Großkundgebung dieser Art in Hamburg waren im Mai 25 000 Menschen auf die Straße gegangen. «Wir hoffen natürlich, dass es diesmal noch mehr werden», sagte Brebeck. Die Polizei hält eine Teilnehmerzahl von 30 000 für realistisch.

«Dieses Mal wollen wir explizit auch die berufstätigen Generationen mitnehmen», sagte Jesko Hennig von Fridays for Future. Es gebe eine breite Unterstützung. «Die Wissenschaft stand schon immer hinter uns. Nun folgen Gewerkschaften, Kirchen- und Umweltverbände, Menschenrechts- und Friedensorganisationen, Bewegungen und Initiativen.» Damit sei Fridays for Future in der Gesellschaft angekommen. «Jetzt fehlt nur noch die Politik.»

Anfangs- und Schlusskundgebung der Demo sollen auf dem Vorplatz der Europapassage am Jungfernstieg stattfinden. Start ist um 12.00 Uhr. Die Route führt vom Jungfernstieg über die Mönckebergstraße, Steintorwall, Glockengießerwall, Lombardsbrücke, Stephansplatz und Gänsemarkt zurück zum Jungfernstieg. Außerdem ist am späten Nachmittag auch noch eine Klima-Fahrraddemo unter dem Motto «Das Klima braucht #Mehr Platz fürs Rad#» mit 400 Teilnehmern angemeldet.

Die Polizei rechnet mit erheblichen Verkehrseinschränkungen im gesamten Innenstadtbereich und darüber hinaus. «Wir bitten deshalb die Verkehrsteilnehmer sich darauf einzustellen, den Bereich großräumig zu umfahren beziehungsweise den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen», sagte Zill.

Zum Klimastreik wird global aufgerufen. Deutschlandweit wird in mehr als 450 Orten und Städten demonstriert.

In Schleswig-Holstein werden an 20 Orten laut Landespolizei bis zu 22 000 Demonstranten erwartet. Auf die größten Demonstrationen stellen sich Kiel und Lübeck ein.

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