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GEW begrüßt Corona-Maßnahmen für Kitas und Schulen

07.01.2021 - Lob der Lehrer- und Erziehergewerkschaft: Die GEW begrüßt im Grundsatz die jüngsten Corona-Beschlüsse der Landesregierung zu den Schulen und Kitas. Aber es gibt auch Verbesserungsvorschläge.

  • Das Logo der «GEW» hängt an einer Stele. Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der «GEW» hängt an einer Stele. Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält die Beschlüsse der Landesregierung zur Umsetzung des Lockdowns in Kitas und Schulen grundsätzlich für richtig. Zur Einrichtung von Notbetreuungen in Kitas und für die jüngeren Kinder in der Schule bis Klasse sechs gebe es wegen der Infektionsgefahr momentan keine Alternative, erklärte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke zu den am Mittwoch von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Sozialminister Heiner Garg (FDP) vorgestellten Beschlüssen.

Wegen der Corona-Bekämpfung werden die meisten Schüler in Schleswig-Holstein auch nach den Weihnachferien bis Ende Januar nicht in den Schulen unterrichtet. Am Donnerstag gab es, wie bereits im November beschlossen, nach dem Ferienende den ersten von zwei Distanz-Lern-Übungstagen. Sie dienen unter anderem dazu, das Unterrichten per Videochat im Internet zu erproben und zu verbessern.

«Wir sind im ständigen Austausch mit allen Beteiligten, um technische Probleme zu lösen», sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. Der IT-Dienstleister Dataport habe die Serverleistungen erhöht, es seien den Schulen Leihgeräte zur Verfügung gestellt worden und dies werde über Landesmittel weiter fortgesetzt. «Die Übungstage dienen dazu, uns zu zeigen, wo es hakt, wenn das gesamte System im Distanzlernen ist.» Dazu gebe es keine Echtzeitevaluation, «sondern wir werten das aus und ziehen dann die entsprechende Schlüsse daraus».

Henke sprach sich dafür aus, Schülern, die zu Hause keine Möglichkeit zum Online-Lernen hätten, in den Schulen Arbeitsmöglichkeiten bereitzustellen. Es fehle vielerorts stabiles und schnelles Internet. Laut Prien haben inzwischen 80 Prozent der Schulen in Schleswig-Holstein Glasfaseranschlüsse. An den beiden Distanz-Lern-Übungstagen der Schulen am Donnerstag und Freitag wird sich nach Einschätzung Henkes zeigen, «ob die neuen Portale den Praxistest wenigstens einigermaßen bestehen».

Von Montag (11. Januar) an sollen die Schüler Unterricht per Videochat oder Lernmanagementsystem erhalten, der Präsenzunterricht in den Schulen ist ausgesetzt. Das gilt auch für die Berufsschulen. Eine Ausnahme sind die Abschlussjahrgänge. Sie sollen ab Montag Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen erhalten. Eine Notbetreuung für Schüler der Jahrgangsstufen eins bis sechs ist vorgesehen, ebenso weiterhin in den Kitas.

«Endlich soll es in den Schulen auch eine Orientierung an Inzidenzwerten für die Umstellung auf Wechselunterricht geben», lobte Henke. Prien hat angekündigt, dass in Zukunft die Schüler ab Jahrgangsstufe sieben in Landkreisen, in denen die Neuinfektionen auf über 50 pro 100 000 Einwohner in einer Woche steigen, automatisch in den Wechselunterricht gehen. Das ist laut Henke «nicht nur sinnvoll, sondern auch überfällig». Lehrkräfte, Lernende und deren Eltern erhielten dadurch Verlässlichkeit und Sicherheit.

Nach Beendigung des zunächst bis Ende Januar beschlossenen Lockdowns tritt die GEW dafür ein, auch die Grundschulen zunächst im Wechselunterricht beginnen zu lassen. Anders als von Ministerin Prien geplant, sei dies bei Inzidenzwerten über 50 auch für die Klassen eins bis sechs nötig: «Schließlich macht die Pandemie keinen Bogen um Grundschulen und 5. und 6. Klassen.»

Der Ministeriumssprecher betonte, für Wechselunterricht seien bereits zusätzliche Mittel für Unterstützungskräfte zur Verfügung gestellt worden. Ministerin Prien habe mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Klassenteilung immer Einschränkungen für die Schüler bedeute. «Wollte man Klassen ohne jede Beeinträchtigung des Unterrichts teilen, müsste man schlicht die Zahl der Lehrkräfte und vor allem die Zahl der genutzten Räume verdoppeln», erläuterte der Sprecher.

Der Gedanke, leerstehende, große Veranstaltungsräume für Unterricht zu nutzen, um Abstände besser einhalten zu können, helfe kaum weiter. «Diese theoretische Möglichkeit wird leider durch den Einsatz der Lehrkräfte eingeschränkt, die ja auch von Lerngruppe zu Lerngruppe wechseln müssen», sagte der Sprecher. «Wenn also der leerstehende Raum direkt an das Schulgelände angrenzt, kann es im Einzelfall für den Schulträger eine Option sein, Räume zusätzlich anzumieten. Eine "große Lösung" ist dies aber nicht.»

Der Sprecher unterstrich noch einmal, dass trotz der Corona-Probleme in diesem Jahr alle Abschlussprüfungen an den Schulen stattfinden sollten. Die Lehrkräfte erheben die Lernstände in den Schulen «und wir werden zu gegebener Zeit beraten, wo Anpassungsbedarfe vorhanden sind». Prien hat zugesagt, dass Prüfungen nur zu tatsächlich vermitteltem Lernstoff erfolgen würden.

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