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Garg legt Fahrplan für Stufenplan in der Kitabetreuung vor

06.05.2020 - Die Kitas im Norden sollen wieder mehr Kinder aufnehmen. Der Familienminister sieht sogar größere Gruppen vor. Der Gewerkschaft GEW kommt das zu früh. Die Landesvorsitzende Henke befürchtet gesundheitliche Gefahren für die Erzieherinnen.

  • Heiner Garg (FDP), Familienminister von Schleswig-Holstein, trägt vor Beginn einer Sitzung des Landtags eine Schutzmaske. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heiner Garg (FDP), Familienminister von Schleswig-Holstein, trägt vor Beginn einer Sitzung des Landtags eine Schutzmaske. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holstein will die Kinderbetreuung in mehreren Stufen wieder hochfahren. «Die Belastungsgrenze insbesondere für Eltern, die derzeit Familie und Beruf miteinander vereinbaren müssen, ohne auf das bewährte Angebot an Kitabetreuung zurückgreifen zu können, ist zunehmend erreicht», sagte Familienminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch vor dem Hintergrund der Kita-Schließungen im Zuge der Corona-Krise. Seine Pläne stellte er zuvor dem Sozialausschuss vor.

Voraussichtlich noch im Mai sollen in den Kitas im Rahmen der Betreuung Gruppen mit bis zu zehn Kindern möglich sein. Die Ergebnisse der Gespräche von Bund und Ländern sollen dabei berücksichtigt werden. Dann dürfen auch Vorschulkinder, die im Sommer eingeschult werden sollen, und Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf beziehungsweise Sprachförderbedarf in den Kitas betreut werden. Die Betreuung erfolgt dann aber noch nicht durchgehend, sondern tage- oder wochenweise in Gruppen.

Seit dem 16. März gilt für die Kitas im Norden ein Betretungsverbot. In Kindertagesstätten und Krippen findet seitdem höchstens eine Notbetreuung statt. Landesweite Entscheidungen über Ausweitungen und Einschränkungen des Notbetriebs will das Ministerium abhängig vom Infektionsgeschehen in der Regel mindestens in Zweiwochenschritten treffen.

Mit scharfer Kritik reagierte die Gewerkschaft GEW auf Gargs Öffnungspläne. «Zu früh, zu schnell, zu große Gruppen und auf Kosten der Gesundheit der Erzieherinnen», kommentierte die Landesvorsitzende Astrid Henke. Erforderlich sei eine langsame und vorsichtige Öffnung. «Fünf Kinder pro Gruppe sind grundsätzlich genug», sagte Henke. «Mit jedem Kind steigt das Ansteckungsrisiko für die Beschäftigten.» Schließlich könnten kleine Kinder keine Abstände einhalten. Sie bräuchten Nähe und Zuwendung. Eine Gruppengröße von zehn Kindern sei viel zu groß.

Henke forderte die Landesregierung auf, den Einsatz von Angehörigen aus Risikogruppen sowie von Beschäftigten im Alter von über 60 Jahren im Gruppendienst zu untersagen. Auch Beschäftigte, die mit jemandem aus der Risikogruppe in einem Haushalt leben, sollten vom Gruppendienst freigestellt werden.

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