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Geiselnahme: Polizeigewerkschaft kritisiert Justizministerin

19.06.2019 - Lübeck/Kiel (dpa/lno) - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) nach der Geiselnahme in der JVA Lübeck eine «fahrlässige Verharmlosung» vorgeworfen. Die Ministerin hatte am Montag dem NDR gesagt, man werde es nicht verhindern können, «dass sich auch jemand mal ein Messer holt, um einen Apfel zu schälen». Dabei passieren laut Polizeigewerkschaft offensichtlich sicherheitsrelevante Fehler wiederholt in der JVA Lübeck. Bereits Heiligabend 2014 und 1997 hatte es in dem Gefängnis Geiselnahmen gegeben.

  • Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Justizministerin Schleswig-Holsteins. Foto: Markus Scholz/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Justizministerin Schleswig-Holsteins. Foto: Markus Scholz/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gewerkschaft kritisierte am Mittwoch, es sei regelmäßig die Polizei, «die nach erheblichen Pannen im Justizvollzug die Kohlen aus dem Feuer holen muss». Ein verurteilter Sexualstraftäter hatte am Montag eine JVA-Psychologin als Geisel genommen und mit einem Küchenmesser aus JVA-Beständen bedroht. Die Polizei konnte den Mann nach mehreren Stunden überwältigen und die Geisel unversehrt befreien. Die Polizei hatte ihn als «gefährlich und rücksichtslos» eingestuft.

«Polizeiliche Soforteinsätze unter dem Einsatz von vielen Hundert Beamten aus dem gesamten norddeutschen Raum wären demgegenüber bei frühzeitigem Schließen etwaiger Sicherheitslücken in der JVA Lübeck vermeidbar.» Die DPolG fordert Sütterlin-Waack «zu einer konsequenten und schonungslosen Fehleranalyse auf, um derartige Vorfälle für die Zukunft nach menschlichem Ermessen zu verhindern». Am Mittag wollte die Justizministerin sich im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags zu den Umständen der Geiselnahme in der JVA Lübeck äußern.

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