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Geiselnehmer von Lübeck bedrohte Opfer mit JVA-Küchenmesser

18.06.2019 - Einen Tag nach der Geiselnahme in der JVA Lübeck gibt es erste Erkenntnisse: Der 36-jährige Täter bedrohte am Montag eine Gefängnispsychologin mit einem Küchenmesser aus den Beständen der JVA. Der Täter wollte zurück nach Rumänien.

  • Polizeifahrzeuge stehen in der Justizvollzugsanstalt. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizeifahrzeuge stehen in der Justizvollzugsanstalt. Foto: Daniel Bockwoldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lübeck (dpa/lno) - Der Geiselnehmer von Lübeck hat sein Opfer, eine 32 Jahre alte Psychologin der Justizvollzugsanstalt, mit einem Küchenmesser bedroht. Es stammte nach ersten Erkenntnissen aus den Beständen der JVA, wie die Landespolizei am Dienstag in Kiel mitteilte. Landespolizei-Chef Michael Wilksen und der Leiter der Polizeidirektion Lübeck, Norbert Trabs, berichteten über das Geschehen, bei dem 330 Sicherheitskräfte aus mehreren Bundesländern im Einsatz waren.

Zum Motiv hieß es, der 36 Jahre alte Rumäne habe gefordert, man solle ihm offizielle Entlassungspapiere geben und in seine Heimat überstellen. Der Geiselnehmer muss wegen eines Sexualdeliktes eine mehrjährige Haftstrafe verbüßen. Er galt laut Wilksen «als gefährlich und rücksichtslos». Nach der Geiselnahme in der JVA Lübeck soll er jetzt in ein anderes Gefängnis verlegt werden. Dies könnte auch in einem anderen Bundesland liegen, sagte ein Sprecher des Justizministeriums.

Spezialkräfte der Polizei hatten den Mann am Montagabend rund sechs Stunden nach der um 14.12 Uhr gemeldeten Geiselnahme überwältigt - zunächst hatten die Behörden als Tatzeit 15.00 Uhr genannt. Der Geiselnehmer erlitt bei der Polizeiaktion den Angaben zufolge Schrammen und Rötungen. Die Psychologin blieb unversehrt.

Die Geiselnahme erfolgte nach Angaben eines Sprechers des Justizministeriums in den Räumen der Sozialtherapie in der JVA, in denen normalerweise rückfallgefährdete Sexualstraftäter betreut werden. Der Mann habe sich mit der Frau in deren Büro verbarrikadiert.

Nach Verhandlungen mit der Polizei sollte der Geiselnehmer zwei Döner sowie das Entlassungsschreiben über ein Seil ans Fenster hochgezogen bekommen. Während der Mann am Fenster über das Seil den Korb entgegennehmen wollte, erfolgte der Zugriff. Dabei seien detonierende «Irritationskörper» eingesetzt worden.

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