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Gericht weist Klage gegen Aufstockung des Hochbunkers ab

28.07.2020 - Der graue Bunker am Heiligengeistfeld kann weiter begrünt und umgebaut werden. Ein Anwohner wollte dem Plan mit einer Klage zunächst einen Riegel vorschieben. Nun hat das Verwaltungsgericht eine Entscheidung getroffen.

  • Kräne stehen am Hochbunker, auf dessen Dach ein Dachgarten, eine Eventhalle und ein Hotel errichtet werden sollen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kräne stehen am Hochbunker, auf dessen Dach ein Dachgarten, eine Eventhalle und ein Hotel errichtet werden sollen. Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat die Klage eines Anwohners gegen die Aufstockung des Hochbunkers von St. Pauli abgewiesen. Die Gründe für die Entscheidung liegen noch nicht vor, zunächst war am späten Montagnachmittag nur der Tenor des Urteil bekannt gegeben worden, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur sagte. Wenn die Urteilsgründe vorliegen und dem Kläger übermittelt wurden, kann ein Antrag auf Zulassung von Berufung beim Oberverwaltungsgericht gestellt werden. Wann die Urteilsgründe vorliegen, konnte der Sprecher nicht sagen. Das könne wenige Tage, aber auch mehrere Wochen dauern. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Der Anwohner Mario Bloem hält die Baugenehmigung für das Projekt für nicht rechtmäßig und hatte deshalb gegen das Projekt geklagt. Mit den neuen Stockwerken wäre der Hochbunker am Heiligengeistfeld 58 Meter hoch, die umliegenden fünf- bis sechsstöckigen Gebäude aber nur 16 Meter. Es hätte ein neuer Bebauungsplan für das Viertel erstellt werden müssen, argumentiert der Kläger. Bloem hatte bereits zu Beginn des Verfahrens angekündigt, bei einer Ablehnung seiner Klage in die nächste Instanz gehen zu wollen.

Nach Darstellung des Senats soll durch den spektakulären Umbau eine Sport- und Freizeithalle in dem Bunker entstehen. Der Investor plant ferner ein Hotel und zwei Gästehäuser. Auf dem Dach soll eine öffentlich frei zugängliche Grünfläche angelegt werden. Auch die Terrassen des Aufbaus sollen begrünt werden. Vorgesehen ist zudem, dass einige Künstler in dem Gebäude wohnen und arbeiten können. Um die laufenden Baumaßnahmen hat es bereits Streit mit den Bestandsmietern aus dem Medien- und Kulturbereich gegeben, in dem die Kulturbehörde zu vermitteln versuchte. In der Bürgerschaft stößt das Projekt bei der Linksfraktion auf Ablehnung.

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