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Gesundheitsminister: Keine einheitliche Quarantäne-Regelung

24.06.2020 - Nach einer Telefonkonferenz der Gesundheitsminister zeichnet sich nach Angaben des Ressorts in Schleswig-Holstein zunächst keine bundesweite Quarantäne-Regelung nach den massenhaften Corona-Neuinfektionen im Kreis Gütersloh ab. Aber auch andere klassische Urlaubsbundesländer hielten Regelungen wie im Norden für notwendig, sagte ein Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

  • Heiner Garg (FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Heiner Garg (FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holstein will Reisende aus Corona-Hotspots künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Sie müssen unverzüglich nach der Einreise in ihre Wohnung oder in eine andere geeignete Unterkunft, um sich dort 14 Tage lang zu isolieren. Als Grenzwert gelten mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in einem Gebiet. Laut Robert-Koch-Institut ist der Wert derzeit nur in den Kreisen Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen überschritten.

Ebenso wie bei Einreisen aus Risikogebieten im Ausland müsse die Quarantäne nicht angetreten werden, sofern ein aktueller negativer Test vorliegt, erläuterte der Kieler Ministeriumssprecher. Spezielle Polizeikontrollen auf die Autokennzeichen Gütersloh und Warendorf gibt es dem Ministerium zufolge nicht. Die Urlauber müssten die Regelungen eigenverantwortlich umsetzen. Solchen Urlaubern, die bereits jetzt in Schleswig-Holstein auf Campingplätzen und anderen als nicht geeignet geltenden Quarantäne-Unterkünften sind, werde empfohlen, eigenverantwortlich einen Test machen zu lassen.

Gesundheitsmister Heiner Garg appellierte an die Eigenverantwortung und die konsequente Beachtung der Regeln: «Wir alle haben es in der Hand, wie frei wir unser Leben mit dem Virus leben können», sagte der FDP-Politiker.

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