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Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks fordert Zuckersteuer

29.04.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Mit verbindlichen Reduktionszielen, einer Nährwertampel und einer Zuckersteuer will Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks den Zuckerkonsum eindämmen. Überhöhter Zuckerkonsum trage maßgeblich zum unter Deutschen weit verbreiteten Übergewicht bei, mit all seinen gesundheitlichen Folgen, warnte die SPD-Politikerin am Montag bei einer Fachtagung unter dem Motto «Bitte nicht zu süß» in Hamburg. In der Hansestadt hätten bereits fünf Prozent der Kinder bei ihrer Einschulung so starkes Übergewicht, dass sie als adipös gelten. Laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte seien mittlerweile 15 Prozent der 3- bis 17-Jährigen in Deutschland übergewichtig.

  • Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Um den Zucker im alltäglichen Speiseplan zu reduzieren, brauchen wir wirksame Maßnahmen und mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher», sagte Prüfer-Storcks. Wie die Bundesregierung nur auf Selbstverpflichtungen der Industrie zu setzen, reiche nicht aus. «Wir sollten endlich auch in Deutschland eine Nährwertampel auf Lebensmittelverpackungen einführen und irreführende Werbung, die gesüßte Kinderprodukte als gesund verkauft, untersagen.» Sie forderte ein Zuckerverbot für Babynahrung und verbindliche Reduktionsziele für Fertiglebensmittel und Getränke.

«Die höhere Besteuerung von Tabak und Alkopops hat gezeigt, dass damit der Konsum schnell und deutlich gesenkt werden konnte. Deshalb spreche ich mich für die Einführung einer Zuckersteuer aus», sagte Prüfer-Storcks. «Langfristig müssen wir unsere unsystematisch gewachsenen Umsatzsteuer-Regeln überarbeiten und gezielt gesunde Lebensmittel niedriger besteuern.»

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