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Grüne zur OB-Wahl in Kiel ohne eigenen Kandidaten

11.06.2019 - Tolles Wahlergebnis, aber kein eigener OB-Kandidat. Die Kieler Grünen unterstützen bei der Wahl Ende Oktober den Amtsinhaber Kämpfer von der SPD. Von der CDU kommt harsche Kritik.

  • Ein Zettel mit dem Schriftzug "OB-Wahl" liegt während der Wahl auf einer Wahlurne. Foto: Lukas Schulze/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Zettel mit dem Schriftzug "OB-Wahl" liegt während der Wahl auf einer Wahlurne. Foto: Lukas Schulze/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kiel (dpa/lno) - Trotz des großen Erfolgs bei der Europawahl werden die Grünen in Kiel nicht mit einem eigenen Kandidaten in die Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober gehen. Wie der Kreisverband am Dienstag mitteilte, empfiehlt die Findungskommission der Jahreshauptversammlung der Kieler Grünen an diesem Samstag eine Unterstützung von Amtsinhaber Ulf Kämpfer (SPD).

In der Landeshauptstadt hatten die Grünen bei der Europawahl am 26. Mai mit 37 Prozent die CDU (16,8) und die SPD (16,4) klar distanziert. Die CDU schickt den Gymnasiallehrer Andreas Ellendt (55) als Herausforderer von Kämpfer (46) ins Rennen. Der Triumph bei der Europawahl hatte den Druck auf die Grünen erhöht, einen eigenen OB-Kandidaten aufzustellen - obwohl sie politisch in vielen Punkten mit Kämpfer übereinstimmen. In der Ratsversammlung kooperieren derzeit SPD, Grüne und FDP.

In die Findungskommission der Grünen hatten die Parteibasis, die Grüne Jugend, Kreisvorstand und Ratsfraktion jeweils zwei Mitglieder entsandt. Die Kommission habe bei fünf Terminen und diversen Telefonaten beraten und mit Interessenten von außerhalb und innerhalb der Partei gesprochen, hieß es. Offenkundig kristallisierte sich dabei kein Bewerber heraus, der alle überzeugte. «Unser Ziel war es stets, eine Entscheidung zu treffen, die das bestmögliche Ergebnis für unsere Stadt bedeutet», resümierte der Kreisvorsitzende Johannes Albig.

Die Grüne Jugend bekräftigte ihr Ansinnen, Kandidaturen jenseits Kämpfers ernsthaft zu prüfen. Es habe sich aber keine mehrheitsfähige Kandidatur gefunden, erklärte Schatzmeisterin Katharina Zunzer. «Wenn ich ihn auch weiterhin kritisch sehe, kann ich diese Mehrheitsentscheidung mittragen.»

Scharfe Kritik ernteten die Grünen von der CDU. «Den Mund erst spitzen - aber dann nicht pfeifen, so nennt dieses Verhalten der sogenannte Volksmund», sagte der Kreisvorsitzende Thomas Stritzl. Gerade nach den Ergebnissen zur Europawahl stünden die Grünen in der Verantwortung. Dass sie ohne eigenen Kandidaten in die Wahl gingen, sei mau, sagte Stritzl. Erst pushten die Grünen junge Menschen, sich rückhaltlos auch für grüne Ziele zu engagieren und dann kniffen sie politisch.

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