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HSV bis 2024 wieder in der Bundesliga etablieren

12.01.2020 - Vorstandschef Bernd Hoffmann kann sich an keine Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV erinnern, die so ruhig und fast schon harmonisch ist. Ein Thema durchzieht die vierstündige Veranstaltung.

  • Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des HSV. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des HSV. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Die Einladung steht. «Wir sehen uns möglichst bald wieder zur Aufstiegsfeier», rief Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher den rund 400 anwesenden Mitgliedern des Hamburger SV bei ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag zu. Der im Wahlkampf steckende SPD-Politiker wusste, was die HSV-Familie von ihm als Gastredner und bekennenden Fan des Fußball-Zweiligisten hören wollte. Trainer Dieter Hecking nahm die Vorlage des Stadtoberhaupts in seinem kurzen Grußwort gern auf. «Ich verspreche, wir werden alles dafür geben, dass wir am 17. Mai mit dem Bürgermeister etwas zu feiern haben», sagte der 55-Jährige.

Die wohl unspektakulärste Mitgliederversammlung des HSV seit Jahren stand im Zeichen des Wunsches gesamten Vereins nach der Rückkehr in die Bundesliga. «Wir schwimmen eigentlich im falschen Teich», sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann, um zugleich einzuräumen: «Das jahrelange Siechtum unseres HSV lässt sich nicht in ein, zwei Spielzeiten korrigieren.»

Der 56-Jährige beschrieb in seinem Bericht seine Vision von der künftigen Rolle des HSV im deutschen Fußball. Er will den mittlerweile auf über 89 000 Mitglieder angewachsenen Verein nach eigenen Worten bis 2024 in der Bundesliga wieder zu einem fest etablierten Bestandteil machen. «Wir messen uns in der Gruppe der Clubs wie Frankfurt, Schalke, Gladbach, Köln und Stuttgart», sagte er. Dazu müsste aber spätestens 2021 der Aufstieg gelingen.

Die von ihm genannten Vereine hätten «eine starke Fanbasis und Mitgliedschaft», seien «regional verwurzelt», hätten «eine nationale Wahrnehmung und Wirkung» und dadurch «eine hohe mediale Wirkung», meinte Hoffmann. «Hier werden wir den Abstand Schritt für Schritt abbauen, methodisch, technisch, finanziell.» Wie groß der sportliche Abstand derzeit ist, hatte der Zweitliga-Zweite beim 0:4 im Testspiel gegen Schalke 04 am Freitagabend zu spüren bekommen.

Das Jahr 2024 gab Hoffmann als Zielmarke mit Blick auf die EM in Deutschland aus: «Ich finde, da muss es unser Anspruch sein, innerhalb dieser vier bis fünf Jahre uns wieder auf die Landkarte des Bundesliga-Fußballs zurückzubringen.»

Nach dem «gefühlt dämlichsten Nicht-Aufstieg der Fußball-Geschichte» (Hoffmann) ist in dieser Saison die Rückkehr in die Bundesliga erneut das oberste Ziel. «Die 2. Liga ist ein mühsames Geschäft», gestand Hoffmann ein. «Jedes weitere Jahr in Liga 2 geht zwar wirtschaftlich», betonte er. «Aber es bedeutet für uns weiteren Verlust an Substanz.»

Um wieder nach oben zu kommen, wäre Hoffmann auch bereit, trotz der noch immer angespannten Finanzsituation des Zweitligisten ins Risiko zu gehen. Dabei musste Finanzvorstand Frank Wettstein am Samstag einräumen, dass der HSV auch für die laufende Saison mit einem Minus von etwa acht Millionen Euro rechnet.

Das finanzielle Risiko mit der Verpflichtung von Louis Schaub für die Rückrunde scheint immerhin überschaubar zu sein. Der 25-Jährige hatte am Samstag bei der Mitgliederversammlung gemeinsam mit der Mannschaft seinen ersten Auftritt als HSV-Profi und reiste am Sonntag mit ins achttägige Trainingslager nach Lagos in Portugal.

«Louis Schaub ist ein Spieler mit sehr viel Offensivqualität. Wir konnten zunächst gar nicht glauben, dass so ein Akteur auf dem Markt gekommen ist», sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. Der österreichische Nationalspieler kommt vom 1. FC Köln zunächst auf Leihbasis an die Elbe und gilt als Alternative für das offensive Mittelfeld. In seiner Rede auf der Mitgliederversammlung kündigte Boldt an, dass Schaub nicht der letzte HSV-Zugang in der Winter-Transferperiode bleiben soll. Bedarf besteht auf der Position des Rechtsverteidigers.

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