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Hamburg: Eis nach Gewicht und nicht nach Volumen verkaufen

21.09.2020 - Speiseeis aus dem Supermarkt soll nach dem Willen des Hamburger Senats nicht mehr nach Volumen, sondern nur noch nach seinem Gewicht verkauft werden dürfen. «Wir brauchen hier eine ehrliche Kennzeichnung. Die bisherige Regelung ist kaum transparent», erklärte Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina (Grüne) am Montag. Sie kündigte an, dass sich Hamburg auf Bundesebene für eine Vergleichbarkeit der Mengenangaben einsetzen werde.

  • Anna Gallina, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Hamburg und Senatorin für Justiz, spricht. Foto: Georg Wendt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Anna Gallina, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Hamburg und Senatorin für Justiz, spricht. Foto: Georg Wendt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Angaben der Behörde wird Eis aus dem Supermarkt derzeit oft mit Luft aufgeschlagen. Dieser Luftanteil müsse auf Eispackungen aber nicht angegeben werden, so dass der Grundpreis auf dem Preisschild nach dem Eis-Volumen berechnet werde. Die tatsächliche Füllmenge sei so aber nicht vergleichbar. Ein mit Luft versetztes Eis erscheine so oftmals günstiger als es tatsächlich sei.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte nach Behördenangaben vor kurzem untersucht, wie viel Luft in sechs Fertigeisprodukten war. Das Gewicht der Eisproben lag demnach bei gleichem Volumen von einem Liter zwischen 477 bis 870 Gramm. Danach wäre das Eis mit der meisten Luft im Test eigentlich mehr als doppelt so teuer, wenn sich der Grundpreis auf das Gewicht bezöge.

«Kundinnen und Kunden wollen wissen, wie viel Eis sie für ihr Geld bekommen», sagte Gallina. Luft mache das Eis vielleicht cremiger. «Das darf aber nicht dazu führen, dass die Kundinnen und Kunden beim Preis auf die falsche Fährte gelockt werden und glauben, ein besonders günstiges Produkt zu kaufen.»

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