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Hamburg: Fast 6000 Knöllchen für Kippen und Kaugummis

21.04.2019 - Weggeschnippte Kippen oder auf den Gehweg gespuckte Kaugummis - das kann für die Verursacher in Hamburg teuer werden. In der Hansestadt verstehen die Waste-Watcher keinen Spaß mehr. Müllsünder werden zur Kasse gebeten.

  • Zigarettenkippen liegen auf der Straße an einem Kanaldeckel. Foto: Daniel Reinhardt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zigarettenkippen liegen auf der Straße an einem Kanaldeckel. Foto: Daniel Reinhardt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Waste-Watcher haben innerhalb eines Jahres rund 6000 Verwarn- und Bußgelder wegen illegaler Müllablagerung verhängt. Rund die Hälfte habe sich gegen Raucher gerichtet, die ihre Kippen einfach auf die Straße oder in die Natur geschnippt hätten, sagte der Sprecher der Stadtreinigung, Reinhard Fiedler. Seit Anfang vergangenen Jahres können in Hamburg für eine weggeworfene Kippe 20 Euro fällig werden, ebenso teuer kann ein auf den Gehweg gespucktes Kaugummi werden. Ein nicht entfernter Hundehaufen kann Herrchen oder Frauchen 40 Euro kosten.

Anfangs hätten die 30 Waste-Watcher nur Gelbe Karten verteilt, sagte Fiedler. Seit Mai 2018 würden Müllsünder in Hamburg zur Kasse gebeten. Im vergangenen Jahr griffen die Müllwächter fast 4000 Mal mit Verwarn- und Bußgeldern ein, in diesem Jahr wurden schon knapp 2000 Knöllchen verteilt. «Es gibt kein Unrechtsbewusstsein», sagte Fiedler.

Dass Kippen und Kaugummis in der Umwelt ein Problem sind, steht für die Stadtreinigung außer Frage. Zigarettenfilter enthielten Nikotin und viele andere Gifte. Es dauere fast zehn Jahre, bis sie sich in der Natur abbauten. Kaugummis machten Flecken auf dem Pflaster. Vor jedem Hamburger Kino könne man 150 bis 200 solcher Flecken pro Quadratmeter finden, sagte Fiedler. Viele Menschen hielten die Flecken für eine Musterung im Pflaster.

Die Waste-Watcher seien geschult und arbeiteten nicht nur mit Strafen. «Erwischt zu werden ist den meisten Rauchern ungeheuer peinlich», sagte der Sprecher. Die Müllwächter verschenkten auch mal einen Taschenaschenbecher. Zum 1. Januar 2018 hatte der Senat eine Sauberkeitsoffensive mit jährlichen Kosten von 27 Millionen Euro gestartet. Seitdem können Ordnungswidrigkeitsverfahren auch durch die Waste-Watcher eingeleitet werden. Nach Angaben der Stadtreinigung landen zwei Drittel aller Kippen in Deutschland in der Umwelt. Das seien mehr als 137 Millionen Zigarettenstummel pro Tag.

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