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Hamburg bekommt in Corona-Pandemie etwas Alltag zurück

20.04.2020 - Der wegen der Corona-Pandemie auch in Hamburg eingeschränkte Alltag gewinnt an - veränderter - Normalität zurück. Geschäfte dürfen wieder öffnen, Abiturienten ihre Prüfungen schreiben - und Neu-Infizierte nun zum Test in spezialisierte Praxen.

  • Zettel besagt: „Achtung! Bitte nur 3 Personen gleichzeitig. Bitte halten Sie Abstand! Vielen Dank!“. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zettel besagt: „Achtung! Bitte nur 3 Personen gleichzeitig. Bitte halten Sie Abstand! Vielen Dank!“. Foto: Daniel Reinhardt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf der Hamburger Mönckebergstraße, rund um den Jungfernstieg und in Einkaufspassagen: Inmitten der Corona-Pandemie ist etwas mehr Leben in die Hamburger Innenstadt und ihre Stadtteilzentren zurückgekehrt. Am Montag durften Läden mit einer Größe von maximal 800 Quadratmetern wieder öffnen - sowie Fahrradläden, Buchhandlungen und Autohäuser, für die keine Flächenregelung gilt.

Die Innenstadt zeigte sich deshalb zwar etwas belebter als in den vergangenen Wochen, doch konnte von einem Kundenansturm keine Rede sein. Häufig wiesen Aufkleber den Weg in und durch die Geschäfte, wobei Abstandsregeln einzuhalten sind. Die Kunden dürfen selbst entscheiden, ob sie Schutzmasken in den Geschäften tragen. Eine Empfehlung hierzu hatte Bürgermeister Tschentscher (SPD) ausgesprochen.

Hygiene-Standards und Abstandsgebote sind das A und O bei den schriftlichen Abitur-Prüfungen, denen sich von Dienstag an zunächst rund 2300 potenzielle Teilnehmer im Fach PGW (Politik, Gesellschaft, Wirtschaft) unterziehen. Am Mittwoch geht es weiter mit Geschichte, dann folgen die verschiedenen Fächer bis zum geplanten Abschluss der Abiturprüfungen am 6. Mai. Insgesamt gibt es nach Angaben der Behörde rund 9800 Abitur-Prüflinge. Wegen der Corona-Krise war der ursprünglich am 16. April geplante Beginn der Prüfungen verschoben worden. Im Vergleich zu anderen Jahren soll es anno 2020 zusätzliche Termine geben, damit kranke Schüler Klausuren nachschreiben können.

Wer sich in Hamburg möglicherweise mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert, kann sich ab Mittwoch an eine von zehn sogenannten Infektpraxen wenden. Die hier praktizierenden Ärzte sollen Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion behandeln und dazu ihren Normalbetrieb herunterfahren. Mit diesem Angebot will die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVH) mit der Hamburger Gesundheitsbehörde ihre Strategie im Kampf gegen die Pandemie ausbauen. In den spezialisierten Praxen sollen bis zu 400 Menschen pro Tag auf eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger untersucht werden können. Unter der Nummer 040 22802-930 erhalten Sie einen Termin.

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Hamburger ist seit Sonntag um 21 auf 4368 gestiegen. Die Zahl der Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, hat sich um drei auf 82 erhöht, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das Robert Koch-Institut (RKI) mit anderer Zählweise meldet für Hamburg 91 Corona-Tote. Laut RKI können rund 2600 positiv getestete Hamburger inzwischen als genesen betrachtet werden. Nach Behördenangaben sind derzeit 220 Menschen in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus in stationärer Behandlung, 12 weniger als am Vortag. Davon werden auf Intensivstationen 75 versorgt, einer weniger als am Vortag.

In den Hamburger Alten- und Pflegeheimen waren nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Montag insgesamt 316 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Jedes fünfte Pflegeheim (31 von 150 Einrichtungen) in der Hansestadt sei mittlerweile vom Coronavirus betroffen. Am Wochenende war ein Seniorenzentrum in Hamburg-Wilhelmsburg evakuiert worden, nachdem sich rund 60 Senioren mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hatten.

Unterdessen ging die Absage prominenter Veranstaltungen weiter. Nach dem Hamburger Frühlingsdom fällt nun auch der Sommerdom aus. Da Großveranstaltungen bis Ende August verboten sind, könne auch der Sommerdom am 24. Juli (bis 23. August) nicht starten, sagte Anna Nitzsche vom Veranstalterteam. Der Hamburger Dom gilt als eines der größten Volksfeste in Norddeutschland, die Sommerausgabe 2019 hatten rund zweieinhalb Millionen Menschen besucht.

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