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Hamburg zählt elf Corona-Tote: Schutzbrillen von Fielmann

02.04.2020 - Die Zahl der Covid-19-Infektionen ist in Hamburg weiter gestiegen. Unterschiedlich ist die Zählweise bei den Todesfällen. Um in den Kliniken den Ärzten und Pflegern mehr Schutz zu bieten, ist Schutzkleidung unterwegs - und Brillen von Fielmann.

  • Der Schriftzug "fielmann" in Chromfarbenen Buchstaben. Foto: picture alliance / Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schriftzug "fielmann" in Chromfarbenen Buchstaben. Foto: picture alliance / Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburger ist seit Mittwoch um 120 auf 2557 gestiegen. Zudem sind drei weitere Menschen am neuartigen Coronavirus gestorben, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Corona-Toten in Hamburg ist damit auf elf gestiegen.

Insgesamt befinden sich nun 183 Covid-19-Kranke in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Auf einer Intensivstation liegen demnach 44 Corona-Patienten. Am Vortag waren 180 Covid-19-Kranke in einer Klinik, 45 auf einer Intensivstation. In Anlehnung an die Berechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) schätzt die Gesundheitsbehörde die Zahl derjenigen, die die Covid-19-Erkrankung bereits überstanden haben, nach eigenen Angaben auf etwa 1000 Personen.

Im Gegensatz zur Zählweise des Robert-Koch-Institutes (RKI) nimmt Hamburg nur die Toten in die eigene Corona-Statistik auf, die nachweislich durch den neuartigen Virus gestorben sind - das seien elf Fälle. Das RKI gibt dagegen derzeit 14 Tote in der Hansestadt an, die mit dem Virus infiziert waren. Die Todesursache könnte dann allerdings auch eine andere Erkrankung sein.

«In Hamburg werden alle Todesfälle mit Corona-Infektion durch das Institut für Rechtsmedizin begutachtet. Dadurch wird medizinisch differenziert nachgewiesen, welche nicht nur mit, sondern ursächlich durch eine Covid-19-Erkrankung gestorben sind», erklärte die Gesundheitsbehörde. Hamburg befinde sich mit dem RKI und den Bundesländern derzeit im Austausch, wie die Datenlage verbessert werden kann.

Obwohl der Bedarf an Schutzkleidung in Hamburg längst noch nicht gedeckt ist, ist Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) guter Hoffnung für die weitere Versorgung. «Es ist ein bisschen Licht am Horizont», sagte sie im Gespräch mit dem Radiosender NDR 90,3. So seien für kommende Woche wieder Lieferungen der Bundesregierung angekündigt, «die wir natürlich dann auch sofort weitergeben an Krankenhäuser und an Pflegeeinrichtungen». Sie gehe nicht davon aus, dass Menschen im medizinischen Bereich wegen eines Mangels an Schutzkleidung gezwungen werden, dennoch zu arbeiten. «Das wollen wir hier auf jeden Fall vermeiden.»

Unterdessen hat die Optik-Kette Fielmann die Entwicklung und Produktion von Schutzbrillen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal aufgenommen. «Wir rechnen binnen zwei Wochen mit der Zertifizierung und können dann qualitativ hochwertige Schutzbrillen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung stellen», erklärte Vorstandschef Marc Fielmann in Hamburg.

Die Fertigung sei im brandenburgischen Rathenow aufgenommen worden. Parallel werde Fielmann seine Produktionskapazitäten ausweiten und von Mitte April an große Kontingente an Schutzbrillen im Versand anbieten. Die ersten 20 000 Brillen will Fielmann an Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen spenden. Sie beugen vor allem der Tröpfcheninfektion vor, die als ein wesentlicher Übertragungsweg des Coronavirus gilt.

Die wegen der Corona-Krise geplante Verschiebung der Abitur-Prüfungen erzeugt in Hamburg Widerstand. Schulsenator Ties Rabe (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, dass die schriftlichen Prüfungen fünf Tage später und damit zeitgleich mit Schleswig-Holstein am 21. April beginnen und bis zum 6. Mai stattfinden würden. In einer auf der Plattform «change.org» erschienenen Online-Petition wird kritisiert, «dass zwischen den einzelnen Prüfungen teilweise weniger Tage liegen, in denen man sich vorbereiten kann».

Bis zum Donnerstagvormittag hatten knapp 1000 Personen die Petition unterschrieben. Rabe hatte die Verschiebung damit begründet, «den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit zu ermöglichen». Zudem würden drei Mal so viele Nachschreibtermine wie sonst üblich angeboten - bis in den Juni hinein.

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