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Hamburger Albino-Seebärenbaby zum ersten Mal im Außengehege

14.07.2020 - Einen Monat lang durfte das schneeweiße Robbenbaby im Tierpark Hagenbeck erstmal in Ruhe Hamburger Luft schnuppern und mit seiner Mutter kuscheln. Nun wurde das Albino-Seebärenbaby ins kalte Wasser geschubst. Im wahrsten Sinne des Wortes.

  • Albino-Seebärenbaby im Tierpark Hagenbeck. Foto: Jonas Klüter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Albino-Seebärenbaby im Tierpark Hagenbeck. Foto: Jonas Klüter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Knapp einen Monat nach seiner Geburt durfte das Albino-Seebärenbaby aus dem Tierpark Hagenbeck am Dienstag zum ersten Mal im Außengehege des Eismeers planschen. Nachdem sich das Robbenmädchen zunächst nur zaghaft in das Außengehege getraut hatte, wurde es schließlich von seiner Mutter Lucy kurzerhand ins Wasser gestupst. Dort planschte es überschwänglich mit seinen Artgenossen. Auf der anderen Seite des Geheges angekommen, versuchte es mühsam, aus dem Wasser zu kommen. Nachdem das gelungen war, sonnte es sich mit seiner Mutter auf den Felsen der Anlage. Das Tier war Mitte Juni im Tierpark geboren worden. Es gilt als das weltweit einzige Albino-Seebärenbaby in einem Zoo.

«Wir versuchen das so zu simulieren, wie es in der Natur auch stattfinden würde», sagte Zootierarzt Michael Flügger am Dienstag in Hamburg. Unter natürlichen Umständen würde ein Seebärenbaby demnach erst einmal eine gewisse Zeit nach der Geburt auf dem Trockenen verbringen. Auch das Albino-Mädchen verbrachte deshalb die erste Zeit zunächst in der abgetrennten Mutter-Kind-Höhle. Mutter und Kind gehe es gesundheitlich nach wie vor gut, so Flügger weiter. Das Jungtier habe bereits 2,5 Kilogramm zugenommen.

«Ein Albino ist ein Tier, das wenig oder gar keine Farbpigmente hat», erklärte Flügger. Demnach war das Fell nach der Geburt weiß - statt wie für Seebären üblich schwarz-braun. In der freien Wildbahn hätte das Seebärenbaby nur geringe Überlebenschancen, weil es wegen der auffälligen Fellfarbe schneller von Feinden gesehen werde. Ohne Tarnung könne es auch nicht so gut Beute machen: «Die Farbe eines Wildtiers hat immer einen Sinn, deswegen sehen ja auch alle Tiere einer Art mehr oder weniger gleich aus», so Flügger weiter.

Mittlerweile ist das weiße Fell der kleinen Robbe eher hellbraun. Dabei handele es sich wahrscheinlich um Schmutz, so der Tierarzt. Möglich sei allerdings auch, dass das Fell nach der Geburt nachgedunkelt sei.

Noch hat der helle Spross von Seebärenmutter Lucy keinen Namen. Über das Verfahren der Namensfindung werde erst in den nächsten Tagen entschieden, sagte eine Sprecherin des Zoos.

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