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Hamburger Krankenhäuser im Pandemie-Modus

15.08.2020 - Die Krankenhäuser standen zu Beginn der Corona-Pandemie im Brennpunkt. Inzwischen hat sich die Lage für sie beruhigt. Einfacher ist die Arbeit dadurch aber nicht - im Gegenteil.

  • Ein leeres Bett steht auf einer Intensivstation. Foto: Jonas Güttler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein leeres Bett steht auf einer Intensivstation. Foto: Jonas Güttler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fünf Monate nach dem Anfang der Corona-Pandemie arbeiten Hamburgs Krankenhäuser in einer neuen Form des Normalbetriebs. Aufgeschobene Operationen und Behandlungen würden nachgeholt, doch könnten unter der anhaltenden Corona-Gefahr nicht alle Betten belegt werden, sagte Claudia Brase, Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Pandemiemaßnahmen erfordern mehr Aufwand und lassen eine normale Auslastung nicht zu», sagte sie. Das Leistungsangebot der 35 Krankenhäuser werde jedoch vollständig vorgehalten. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung sei gesichert.

Mit Blick auf 12 500 Krankenhausbetten und derzeit rund 20 stationär behandelten Covid-Patienten seien die Krankenhäuser durch die unmittelbare Behandlung von Pandemie-Opfern nicht mehr stark belastet. Auch die zehnfache Zahl von Covid-Patienten wäre gut zu schaffen. «Wir haben aber Respekt und stehen auf Standby», sagte Brase. «Die Pandemie ist nicht vorbei und es hängt vom Verhalten der Bevölkerung ab, wie sich die Infektionen ausbreiten.» Im Winterhalbjahr könnten wieder mehr Infektionen und Erkrankungen auftreten, weil sich die Menschen verstärkt in geschlossenen Räumen aufhalten. «Wir hoffen, dass wir nicht wieder in die Situation kommen, in den Krisenmodus umschalten zu müssen.»

Doch auch bei einem überschaubaren Infektionsgeschehen ist der Aufwand für die Krankenhäuser erheblich: Jeder neu eintreffende Patient wird auf das Coronavirus getestet, das Personal in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen streng eingehalten werden. Bei erhöhtem Aufwand erzielen die Krankenhäuser somit weniger Einnahmen, die bislang nur zum Teil ausgeglichen werden.

«Wie die wirtschaftlichen Ergebnisse aussehen werden, lässt sich erst zum Ende des Jahres abschätzen», sagte die Geschäftsführerin. Bislang sei noch nicht abschließend geklärt, wie die Bundesregierung ihr Versprechen einlösen wolle, dass die Krankenhäuser durch die Pandemie nicht schlechter gestellt würden.

Der Mangel an Fachkräften vor allem im Pflegebereich habe bereits vor der Krise bestanden und bestehe weiter, erklärte Brase. Das Gesundheitsministerium habe auch die Mindestanforderungen für die Personalausstattung von Intensivbetten wieder in Kraft gesetzt, die eine Zeit lang ausgesetzt waren. «Das empfinden wir als unfreundlichen Akt.» Dadurch müssten Intensivbetten stillgelegt werden, weil die Krankenhäuser nicht über genügend Personal verfügten, um sie regelkonform zu betreiben. Staat und Unternehmen bemühten sich, dem Personalmangel entgegenzuwirken, doch brauche das seine Zeit.

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