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Hamburger Schulsenat: Normale Grundschule nach Sommerferien

12.06.2020 - In Hamburg sollen Grundschulen nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren. Nach einer Konferenz mit Wissenschaftlern ist sich Schulsenator Rabe sicher, dass Corona für Kinder nicht so gefährlich ist.

  • Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg, gibt im Rathaus ein Staterment. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg, gibt im Rathaus ein Staterment. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) will die Grundschulen in der Hansestadt nach den Sommerferien wieder normal öffnen. Dies teilte die Behörde nach einem Digital-Symposium mit Bildungsministern anderer Bundesländer sowie mit Wissenschaftlern am Freitag mit.

«Die Wissenschaftler haben überzeugend deutlich gemacht, dass insbesondere Kinder von der Pandemie kaum betroffen sind und es an der Zeit ist, die Schulen für Kinder wieder zu öffnen. Nach diesem Gespräch bin ich sehr sicher, dass Hamburg nach den Ferien an allen Grundschulen zum Regelunterricht zurückkehren wird», sagte Rabe nach der Konferenz. Auch Vertreter anderer Bundesländer hatten zuletzt nicht mehr ausgeschlossen, dass zumindest nach den Sommerferien an den Schulen wieder ein Regelbetrieb stattfinden kann.

Führende Wissenschaftler seien sich darin einig, dass Corona für Kinder und Jugendliche ungefährlicher sei als die Grippe, führte Rabe aus. «Wenn wir jetzt die Schulen für den Regelbetrieb vorbereiten, planen wir zugleich intensive Tests. Dazu zählt, dass sich alle, die an den Schulen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, kostenlos testen lassen können.» Zudem sollen für alle Beschäftigten auf Wunsch transparente Visiere besorgt werden.

«Wir wollen, dass Hamburgs Grundschulen nach den Sommerferien den Regelbetrieb in voller Klassenstärke und mit allen Unterrichtsstunden wieder aufnehmen. Auch das Ganztagsangebot soll in vollem Umfang wieder stattfinden», sagte Rabe weiter. Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollen feste Gruppen gebildet und die Zahl der Kontakte zu Kindern anderer Gruppen reduziert werden. Die Hygienemaßnahmen wie intensivere Reinigung, Händewaschen, Hust- und Niesetikette und häufiges Lüften blieben bestehen. Auch die weiterführenden Schulen sollen Pläne für das neue Schuljahr erarbeiten. «Ich bin sehr sicher, dass auch für die Klassenstufen 5 und 6 der volle Regelunterricht stattfinden wird», ergänzte Rabe.

Die Wissenschaftler erklärten laut Mitteilung, dass das Infektionsgeschehen bei Kindern und Jugendlichen deutlich geringer und ungefährlicher sei als bei Erwachsenen. Mehrere Studien über die Verbreitung der Krankheit, beispielsweise in Gemeinden in Oberitalien, China und Island, hätten klar gezeigt, dass eine Corona-Infektion bei Kindern und Jugendlichen in der Regel erheblich milder verlaufe. Im Vergleich zu Erwachsenen infizierten sich jüngere Menschen seltener. Entscheidend aber sei, dass sie die Krankheit kaum auf andere überträgen. Die Experten verwiesen darauf, dass sich viele Kinder eher bei Erwachsenen in der Familie ansteckten als umgekehrt. Auch eine Ansteckung bei anderen Kindern sei eher unwahrscheinlich.

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