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Hamburgs Kitas öffnen schrittweise ab 18. Mai

08.05.2020 - Seit Wochen sind die Hamburger Kitas wegen der Corona-Krise dicht. Nur eine Notbetreuung ist möglich. Das soll sich nun ändern. Schrittweise öffnen die Kitas ihre Türen.

  • Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach wochenlanger coronabedingter Notbetreuung sollen die Hamburger Kitas ab dem 18. Mai wieder schrittweise in den Regelbetrieb gehen. Als erste sollen die Fünf- und Sechsjährigen wieder betreut werden, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag. Allerdings mit Hygieneauflagen und möglichen Einschränkungen bei der Betreuungszeit. Nach einer zweiwöchigen Beobachtungsphase könnten dann, wenn es keine Rückschläge bei den Neuinfektionen gebe, am 8. Juni die Viereinhalbjährigen folgen. In zwei weiteren Schritten sollen dann die Dreijährigen wieder betreut und letztlich auch die Krippenbetreuung ermöglicht werden.

Ein Normalbetrieb in Hamburgs Kitas liege gleichermaßen im Interesse der Kinder und der Eltern, sagte Leonhard. «Es ist aber niemandem geholfen, wenn wir durch unvorsichtiges Vorgehen die Gesundheit des Kita-Personals aufs Spiel setzen oder Übertragungen in Kitas riskieren.» Deswegen gehe man schrittweise nach einem Plan vor, der jeweils zweiwöchige Beobachtungsphasen enthalte. «Dann wären wir Ende Juli bei den Krippen, sollte alles gut verlaufen», sagte Leonhard. Während der schrittweisen Rückkehr in den Normalbetrieb würden noch keine Elterngebühren erhoben.»

Für die Entscheidungen über weitere Kita-Öffnungen würden Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der Einsatz des Personals, die organisatorische Gestaltung der Betreuungsangebote, und sozialpädagogische Aspekte berücksichtigt. «Die Kitas haben dabei viel Gestaltungsspielraum - schließlich sind die Fachkräfte dort die Expertinnen und Experten in Sachen Kinderbetreuung», sagte Leonhard. Klar sei aber auch, «dass Mindestabstände durch die Kinder und durch die Erzieherinnen und Erzieher im Umgang mit den Kindern kaum beziehungsweise nicht eingehalten werden können».

Am 22. April war bereits die Notbetreuung ausgeweitet worden. Seither können auch berufstätige Alleinerziehende die Betreuung in Anspruch nehmen, die nach der Einstellung des Regelbetriebes vor allem für Kinder vorbehalten war, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr beschäftigt sind.

Abgeordnete von SPD und Grünen begrüßten den Plan der Sozialbehörde. Er setze «die richtigen Schwerpunkte und ist sowohl von der Auswahl der Altersgruppen als auch vom Zeitrahmen her verantwortungsvoll gewählt», sagte der Familienexperte der SPD-Fraktion, Uwe Lohmann. Eltern bekämen mehr Planbarkeit, sagte seine Grünen-Kollegin Mareike Engels. «Bis Krippenkinder wieder regelhaft die Kita besuchen können, wird es allerdings noch dauern. Deswegen halten wir es nach wie vor für wichtig, dass der Bund Eltern finanziell unterstützen muss, um die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung zu gewährleisten.»

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