Handball: Harte Arbeit mit Happy End für Flensburg und Kiel

16.04.2021 Das hätte für die SG Flensburg-Handewitt auch ins Auge gehen können: Nur mit Müh' und Not behauptete die Mannschaft von Trainer Maik Machulla die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga. Ein verwandelter Siebenmeter von Hampus Wanne brachte am Donnerstagabend quasi in letzter Sekunden die Entscheidung beim 29:28 über den abstiegsbedrohten TuSEM Essen. «Das war ein sehr, sehr harter Kampf heute», sagte der erleichterte SG-Coach nach der Partie: «Wir haben gerade in ersten Halbzeit in der Abwehr keine Aggressivität und keine Lösungen gefunden.»

Ein Handballspieler hält den Spielball in den Händen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Machullas Essener Kollege Jamal Naji war nach der knappen Niederlage hin- und hergerissen: «Es ist Wahnsinn, dass wir das Spiel fast gewinnen konnten. Wir hatten zwei Phasen, in denen wir gegen eine solche Weltklasse-Mannschaft drei Tore Rückstand aufholen konnten», sagte der TuSEM-Trainer nach dem Spiel bei Sky: «Das erfüllt mich natürlich mit Stolz, aber gerade überwiegt die Enttäuschung.»

Dass es letztlich doch noch zum Sieg reichte, lag für Machulla auch daran, «dass wir uns in der zweiten Halbzeit, was Kampf und Leidenschaft betrifft, gesteigert haben». Zum Thema Meisterschaft sagte SG-Regisseur Jim Gottfridsson: «Wir blicken nicht auf den Titel, sondern von Spiel zu Spiel.»

Viel Arbeit hatte auch der Tabellenzweite THW Kiel, ehe das Heimspiel gegen den Bergischen HC mit 33:30 gewonnen war. «Für uns war das Spiel unfassbar schwer, aber am Ende haben wir verdient gewonnen», gab der slowenische Spielmacher Miha Zarabec zu Protokoll.

Am Sonntag (jeweils 16.00 Uhr/Sky) geht das Fernduell um die deutsche Meisterschaft zwischen den beiden Nordrivalen weiter. Die SG Flensburg-Handewitt empfängt den Bergischen HC, der THW Kiel muss beim HBW Balingen-Weilstetten antreten.

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