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Handwerkskammer: Handwerk nicht aus der Stadt vertreiben

30.12.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Der Präsident der Hamburger Handwerkskammer, Hjalmar Stemmann, hat an den rot-grünen Senat appelliert, dass das Handwerk nicht aus der Stadt vertrieben werden dürfe. «Wo wir früher, in den Gründerzeitvierteln, eine enge Verbindung zwischen Wohnen und Arbeiten hatten, weil die Betriebe in den Hinterhöfen lagen, ist diese Mischung nicht erst mit der jüngsten Welle der Nachverdichtung gefährdet», sagte Stemmann laut eines vorab verbreiteten Redetexts am Montag bei der traditionellen Jahresschlussversammlung des Handwerks, zu der Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen waren. Die Impulse und Erfahrungen des Handwerks seien in die Stadtbauplanung einzubeziehen.

  • Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer, lächelt in die Kamera. Foto: Felix König/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer, lächelt in die Kamera. Foto: Felix König/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Flächen für Handwerk müssten zudem bezahlbar bleiben, forderte Stemmann. Er mahnte mit Blick auf die Grundsteuerreform, sich bei der Berechnung nicht vorrangig am Wert, sondern an der Fläche zu orientieren. «Wenn die Grundsteuer für kleine und mittlere Betriebe unabsehbar steigt, weil Grund und Boden in Hamburg ohnehin schon so teuer sind, riskieren wir die erneute Abwanderung des Handwerks aus den Quartieren.» Rund 120 000 Menschen arbeiten nach Angaben von Stemmann in Hamburg im Handwerk.

«Ich möchte mit dem neuen Senat auch darüber reden, wie wir den Werkunterricht wieder in die Hamburger Bildungspläne zurückkehren lassen können», kündigte er an. Der Kammerpräsident machte zudem einen Vorschlag in der Verkehrspolitik: «Wenn Hamburg Zonen für Anwohner, für SwitchHamburg, für CarSharing sowie Ladestationen für Elektroautos und Taxistände einrichten kann – warum dann nicht auch Parkzonen für Handwerker im Einsatz?»

Die Handwerkskammer vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von rund 15 000 Betrieben mit mehr als 120 000 Beschäftigten.

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