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Husumer «New Energy Days» gestartet

21.03.2019 - Zum Auftakt der diesjährigen Energie-Messe lobt Landtagspräsident Schlie Schleswig-Holstein als Vorreiterregion in Sachen erneuerbare Energien. Umweltminister Albrecht sieht in einzelnen Punkten hingegen noch Luft nach oben.

  • Ein Elektrofahrzeug wird bei der New Energy 2018 an einer Steckdose geladen. Foto: Axel Heimken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Elektrofahrzeug wird bei der New Energy 2018 an einer Steckdose geladen. Foto: Axel Heimken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Husum (dpa/lno) - Mit einem neuen Konzept hat in Husum die traditionsreiche Energie-Messe begonnen: Unter dem Titel «New Energy Days» richtet sie sich bis einschließlich Sonntag erstmals mit unterschiedlichen Schwerpunkten an Fachpublikum und Verbraucher. «Die Aufteilung der Messe in einen fachbezogenen und einen verbraucherbezogenen Teil zeigt, dass die neuen Energien in unserer Gesellschaft wirklich angekommen und zu einem Motor der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes geworden sind», sagte Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) zur Eröffnung am Donnerstag.

Bis Samstag findet die «New Energy Expert» für Fachbesucher statt. Von Freitag bis Sonntag öffnet außerdem die «New Energy Home» für Endverbraucher und legt einen Schwerpunkt auf smartes Wohnen, nachhaltigen Lifestyle und Konsum. Insgesamt präsentieren laut Veranstalter mehr als 90 Aussteller ihre Produkte.

Schlie nannte die erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Unternehmen entscheidend für Schleswig-Holstein. «Sie sind die Zukunft, und sie sind bereits jetzt ein guter Teil unserer Gegenwart», sagte Schlie. Die Energie-Messe habe entscheidend dazu beigetragen, «Schleswig-Holstein zu einer Vorreiterregion zu machen, in der neue Energien nicht nur produziert, sondern zunehmend auch genutzt werden».

Auch Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) lobte den Norden als Energie-Vorreiter: Bereits 2017 sei in Schleswig-Holstein mehr Strom aus Erneuerbaren produziert worden, als das Land selbst verbrauche: Mit rund 156 Prozent sei der Anteil am Bruttostromverbrauch rund vier Mal so hoch wie der Bundesdurchschnitt von rund 36 Prozent. Der Minister betonte aber, dass die Energieerzeugung nicht alles sei: «Wir müssen die vorhandene Energie auch effizient einsetzen.»

Albrecht forderte zugleich eine Reform von Abgaben und Umlagen auf Energie: «Der Wärmesektor ist unsere größte Baustelle», sagte er. «Derzeit gibt es einen verzerrten Wettbewerb - zwischen erneuerbaren und fossilen Energieträgern und zwischen den in verschiedenen Sektoren eingesetzten Technologien zur Energienutzung», sagte der Minister. So müssten auch batterieelektrische und auf grünem Wasserstoff basierende Antriebe hohe Abgaben und Umlagen zahlen. «Wärmepumpen und andere Power-to-Heat-Anlagen haben einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Öl- und Gasheizungen. Das wollen wir ändern.»

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