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Impfzentrum verdoppelt Zahl der Impfungen

26.01.2021 - Die Corona-Zahlen sind in Hamburg weiter leicht rückläufig - allerdings auf hohem Niveau. Trotz nach wie vor fehlenden Impfstoffs können im zentralen Impfzentrum ab sofort mehr Menschen geimpft werden.

  • Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze mit dem Covid-19-Impfstoff in der Hand. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mitarbeiter vom Impfzentrum hält eine Spritze mit dem Covid-19-Impfstoff in der Hand. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit der Verabreichung der ersten Zweitdosen hat das Hamburger Impfzentrum die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in den Messehallen verdoppelt. Drei Wochen nach seiner Inbetriebnahme erhielten dort am Dienstag die ersten Impfwilligen ihre zweite Dosis. Zunächst sollen täglich 500 Zweitimpfungen in dem Zentrum nach Angaben des Betreibers, der Kassenärztlichen Vereinigung, verabreicht werden - zusätzlich zu den bisher schon 500 Erstimpfungen pro Tag. Ausgelegt ist die Einrichtung für bis zu 7000 Impfungen täglich. Wegen des knappen Impfstoffs ist derzeit nur ein Teil in Betrieb.

Unterdessen verringerte sich die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen im Wochenvergleich weiter. Am Dienstag kamen 206 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind zwar 5 Fälle mehr als am Montag, aber 45 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 97,0 auf 94,6. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 104,2.

Senatssprecherin Julia Offen bezeichnete die Lage nach wie vor als angespannt. «Die Zahlen zeigen sich konstant.» Ein nachhaltiger Rückgang sei nicht zu erkennen und eine Rücknahme der Einschränkungen deshalb nicht in Sicht. «Wir führen in Hamburg keine Lockerungsdebatte (...) Wir haben immer noch eine viel zu hohe Inzidenz.»

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Hamburg seit Montag um 2 auf insgesamt 990. In den Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Montag 459 Corona-Patienten stationär behandelt, davon 100 auf Intensivstationen.

Seit dem 5. Januar sind in Hamburg Menschen über 80, pflegende Angehörige und Mitarbeiter der mobilen Pflegedienste aufgerufen, sich im zentralen Impfzentrum impfen zu lassen. Allein bis Montag wurden dort laut Kassenärztlicher Vereinigung etwa 11 000 Erstdosen verabreicht. Termine für Erst- und Zweitimpfungen sind bereits bis Mitte Februar ausgebucht. Wegen eines Lieferengpasses bei den Impfstoffherstellern werden derzeit keine neuen vergeben.

Die Zweitdosen werden in Hamburg jeweils mit Verabreichung der ersten Impfung zurückbehalten, so dass sichergestellt ist, dass Erstgeimpfte nach drei Wochen auch eine zweite Injektion erhalten können. Experten gehen davon aus, dass eine erste Impfung nur einen etwa 50-prozentigen Schutz bringt. Erst mit der Verabreichung der zweiten Dosis wird laut Hersteller der angegebene Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent erreicht. In Hamburger Pflegeeinrichtungen laufen bereits seit rund anderthalb Wochen Zweitimpfungen.

Nach der Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns verzeichnen die Hamburger Grundschulen erstmals seit drei Wochen eine rückläufige Auslastung. In dieser Woche seien nur 22,5 Prozent der Schüler von ihren Eltern für den Präsenzunterricht angemeldet worden, teilte die Schulbehörde mit. Das seien rund zehn Prozent weniger als in der letzten Woche, in der an elf Schulen sogar über 40 Prozent der Kinder für den Präsenzunterricht angemeldet waren. In dieser Woche sei dies nur noch bei vier Schulen der Fall. Insgesamt hätten nur noch 41 der 204 Hamburger Grundschulen sehr hohe Betreuungsquoten von 30 Prozent und mehr.

«Schritt für Schritt» werde im Dialog mit den Eltern die richtige Balance zwischen Präsenz- und Distanzunterricht gefunden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). Von Vorschlägen, nur Kinder von Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen aufzunehmen, halte er aber wenig. «Es geht auch darum, die Nöte vieler Familien, insbesondere Alleinerziehender, ernst zu nehmen.» Deshalb werde man in Hamburg weiter darauf setzen, «dass die Beteiligten vor Ort gute Lösungen für jedes einzelne Kind finden.»

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