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Intensivmediziner: Kein Betten-Engpass, aber beim Personal

20.10.2020 - Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertrat Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Dienstag im NDR-Podcast «Coronavirus-Update». Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek.

  • Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Medizinisches Personal versorgt im Krankenhaus einen Patienten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aktuell würden sechs Prozent der «Testpositiven» stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge. Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit «noch relativ moderat».

Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet: «Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren», sagte Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. «Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem.» Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen «und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein.»

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