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Tschentscher erwartet längeren und schärferen Lockdown

19.01.2021 - Wer auf eine baldige Rückkehr zum normalen Leben gehofft hat, dürfte enttäuscht werden. Noch sind die Corona-Zahlen zu hoch, meint Hamburgs Bürgermeister Tschentscher vor einer neuen Beratungsrunde mit seinen Länderkollegen und der Kanzlerin.

  • Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, spricht. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, spricht. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher rechnet damit, dass der Lockdown bei den Beratungen der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin am Dienstag verlängert und verschärft wird. Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hätten noch nicht dazu geführt, dass die Zahl der Neuinfektionen ausreichend gesunken sei, sagte der SPD-Politiker am Vorabend der Schaltkonferenz der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu komme das Risiko neuer Virusvarianten, deren Auswirkungen für Deutschland noch unklar seien.

Insbesondere die berufsbedingte Mobilität ist nach Ansicht des Bürgermeisters noch zu hoch. «Wir erkennen dies an der starken Auslastung von Bussen und Bahnen in den Hauptverkehrszeiten. Homeoffice und mobiles Arbeiten müssen deshalb ausgeweitet werden.» Bei zwingend erforderlicher Präsenz sollten die Unternehmen gestaffelte Arbeitszeiten umsetzen, um den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten.

Auch in Hamburgs Bussen und Bahnen kann sich Tschentscher eine Verschärfung der Maskenpflicht vorstellen. Dabei wolle er weg von der bisherigen Regelung, die auch Schals oder Halstücher zur Bedeckung von Mund und Nase zulässt. Eine Festlegung ausschließlich auf FFP2-Masken - wie sie in Bayern seit Montag gilt - geht ihm aber zu weit, wie zu hören war.

Für Reisende aus Virusmutationsgebieten wie Großbritannien oder Südafrika empfiehlt der frühere Laborarzt dem Bund dringend, einen negativen PCR-Test vorzuschreiben. «Schnelltests sind dafür nicht zuverlässig genug», warnte er.

Unterdessen sank die die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Die Hamburger Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen am Montag mit 111,5 an. Ein niedrigerer Wert war zuletzt am 5. Dezember mit 106,3 genannt worden. Die Zahl der Corona-Toten stieg laut Robert Koch-Institut (RKI) auf 906.

24 468 Menschen wurden in Hamburg bislang gegen das Virus geimpft, wie das RKI weiter mitteilte. Erstmals hatten Hamburger am Sonntag auch ihre Zweitimpfung bekommen, mit der der erhoffte Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht werden soll.

Am Montag traf eine weitere Impfstofflieferung der Hersteller Biontech/Pfizer in Hamburg ein. Wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, der dpa sagte, könnten vorerst dennoch keine weiteren Impftermine vergeben werden. Auch der nun eingetroffene Impfstoff sei bereits für vereinbarte Erst- und Zweitimpfungen verplant.

«Das Problem ist, dass Folgelieferungen ausbleiben oder nicht in der erforderlichen Menge eintreffen könnten», sagte Helfrich. «Im Moment können wir keine Impfungen versprechen, deshalb vergeben wir auch keine neuen Termine.»

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