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Jüdischer Weltkongress begrüßt Synagogen-Wiederaufbau

09.12.2019 - New York/Hamburg (dpa/lno) - Der Jüdische Weltkongress (WJC) begrüßt die Initiative zum Wiederaufbau der Hamburger Bornplatzsynagoge. Damit setzten die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), und die Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Signal, dass die Hamburger Juden in die Mitte der Stadt gehören, teilte die Organisation am Montag mit. Außerdem werde so deutlich, dass Plätze jüdischen Lebens, gerade angesichts des Wiederaufblühens in der Hansestadt, nicht leer bleiben müssten, nur weil die Nazis es so wollten, hieß es weiter.

  • Shlomo Bistritzky, Landesrabbiner der Freien und Hansestadt Hamburg, steht auf dem Joseph-Carlebach-Platz. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Shlomo Bistritzky, Landesrabbiner der Freien und Hansestadt Hamburg, steht auf dem Joseph-Carlebach-Platz. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Diese wichtige Entscheidung zeigt die Wertschätzung der Hamburger Landespolitik für die Aufbauarbeit der Hamburger Jüdischen Gemeinde, die in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch das Joseph-Carlebach-Bildungshaus, viel für das Ansehen Hamburgs in der jüdischen Welt und für die Hamburger Juden erreicht hat», sagte Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses. «Stimmen, die fordern, dass der Bornplatz leer bleiben müsse, um zu zeigen, was der Jüdischen Gemeinde angetan wurde, erteilen wir eine klare Absage», sagte Lauder.

Der historische Sakralbau im neo­romanischen Stil galt als Wahrzeichen des einst reichen jüdischen Lebens in Hamburg und war die größte Synagoge Norddeutschlands mit Platz für 1200 Gläubige. Im Zuge der Pogrome des 9. November 1938 wurde sie von NS-Schergen verwüstet und schwer beschädigt. Bis heute erinnert ein großer leerer Platz an die einstige Synagoge im Grindelviertel. Der Hamburger Landesrabbiner Shlomo Bistritzky hatte sich für einen Wiederaufbau ausgesprochen. Sein Vorschlag stieß auf einhellige Zustimmung. Der Bund stellte 600 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung.

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