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Junge Nachbarin getötet: Lebenslang für 35-Jährigen

02.07.2020 - Im Prozess um die Ermordung einer 22-Jährigen in Hamburg-Eimsbüttel hat das Landgericht den Angeklagten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der 35-Jährige habe sich nach Überzeugung der Strafkammer des Mordes in Tateinheit mit versuchter Vergewaltigung schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter am Donnerstag.

  • Der angeklagte 35-Jährige (l) steht neben seinem Anwalt (r) und hält sich eine Mappe vor das Gesicht. Foto: Jonas Klüter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der angeklagte 35-Jährige (l) steht neben seinem Anwalt (r) und hält sich eine Mappe vor das Gesicht. Foto: Jonas Klüter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Überzeugung der Strafkammer griff der polnische Bauarbeiter am späten Ostermontag 2019 seine Nachbarin in einem Mehrfamilienhaus an. Er zwang sie in seine Wohnung, um sie zu vergewaltigen. Als sich die 22-Jährige wehrte und um Hilfe schrie, habe er der Frau mehrfach minutenlang auf den Hals getreten, bis sie erstickte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten auch wegen vorsätzlicher Körperverletzung einer anderen Frau. Seine langjährige Lebensgefährtin habe er am 6. August 2018 so heftig geschlagen, dass sie für mehrere Tage im Krankenhaus lag.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt. Außerdem sollte das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellen. Der Verteidiger hatte sich dafür ausgesprochen, den Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge und einfacher Körperverletzung zu sechs Jahren und neun Monaten Haft zu verurteilen.

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