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KZ-Überlebender: Vergasungen waren ein «offenes Geheimnis»

28.10.2019 - Hamburg (dpa/lno) - Im Hamburger Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof hat am Montag ein polnischer Überlebender als Zeuge ausgesagt. Der 93-jährige Marek Dunin-Wasowicz erklärte, dass er zusammen mit seinem Bruder am 25. Mai 1944 in das Lager bei Danzig gebracht worden sei. Dass Menschen in der Gaskammer von Stutthof getötet wurden, sei unter den Häftlingen ein «offenes Geheimnis» gewesen. «Ich habe die Gaskammer gesehen, aber direkt habe ich das nicht gesehen», sagte er nach den Worten einer Dolmetscherin über die Mordaktionen der SS. «Wenn die Häftlinge von den SS-Leuten abgeholt wurden, von der Arbeit oder der Baracke, und sie nie wieder aufgetaucht sind, dann war es klar, dass sie ermordet worden sind», sagte der Zeuge.

  • Der ehemalige SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig im Landgericht Hamburg. Foto: Fabian Bimmer/Reuters Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der ehemalige SS-Wachmann des Konzentrationslagers Stutthof bei Danzig im Landgericht Hamburg. Foto: Fabian Bimmer/Reuters Pool/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angeklagt ist in dem Prozess ein ehemaliger SS-Wachmann. Dem heute 93-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen. Als Wachmann soll er zwischen dem 9. August 1944 und dem 26. April 1945 «die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt» haben. Zu seinen Aufgaben habe es gehört, die Flucht, Revolte und Befreiung von Häftlingen zu verhindern.

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