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Kinder und Jugendliche wollen zur Feuerwehr

26.09.2020 - Der Weg führt über rote Autos mit Blaulicht: Schleswig-Holsteins Kinder und Jugendliche engagieren sich vermehrt ehrenamtlich bei der Feuerwehr. Dort hat man einen Grund für das Interesse ausgemacht.

  • Kinder der «freiwilligen Mini-Feuerwehr» benutzen den Löschschlauch. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder der «freiwilligen Mini-Feuerwehr» benutzen den Löschschlauch. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein machen immer häufiger bei den Freiwilligen Feuerwehren mit. «Wir haben schon seit sechs Jahren steigende Mitgliederzahlen im Jugendbereich», sagte Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband. Im vergangenen Jahr sei erstmals die 10 000er-Marke geknackt worden: 10 115 Mädchen und Jungen zwischen zehn und 18 Jahren waren 2019 bei der Jugendfeuerwehr aktiv, so Bauer. Im Jahr zuvor seien es 9877 Mädchen und Jungen gewesen.

Auch die Zahl der Jugendfeuerwehrgruppen zwischen List und Lauenburg beziehungsweise von Helgoland bis Fehmarn sei 2019 auf 445 gestiegen. 2018 waren es 439 Jugendgruppen. Eine geringfügige Steigerung, aber «normal, weil es nicht mehr so viele weiße Flecken gibt, wo man noch neue gründen kann», sagte Bauer. «Es ist nicht bei jeder Feuerwehr gut. Aber in der Gesamtstatistik geht es seit sechs Jahren nach oben.»

Über die Gründe für den anhaltenden Erfolg im Jugendbereich könne lediglich spekuliert werden, sagte Bauer. «Vermutlich, weil wir das Wort «Jugendfeuerwehr» leben: Wer zur Jugendfeuerwehr geht, will natürlich rote Autos fahren und Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau werden.» Das sei in anderen Bundesländern nicht anders. Dort würden jedoch zum Teil andere Prioritäten gesetzt, der Fokus zum Beispiel auf den jugendpädagogischen Bereich gelegt. «Jugendpädagogik machen wir auch. Aber ich kenne keinen Jugendlichen, der zur Jugendfeuerwehr geht, weil er sagt, ich will Jugendpädagogik erleben. Die wollen alle Feuerwehrleute werden. Das haben wir in Schleswig-Holstein gelebt und auch nach außen getragen.»

Auch die Zahl der Frauen bei den Freiwilligen Feuerwehren sei gestiegen, sagte Bauer. Von den 49 543 aktiven Mitgliedern (2018: 49 120 Mitglieder) waren 4750 aktive Frauen (2018: 4573).

2019 gab es in Schleswig-Holstein 1334 Freiwilligen Feuerwehren, acht weniger als im Jahr zuvor. Gründe für den Rückgang seien unter anderem der Zusammenschluss von Gemeinden beziehungsweise die Zusammenlegung von Ortsteilen, sagte Bauer. Die Freiwilligen Feuerwehren mussten zu rund 40 000 Einsätzen ausrücken - Brände und so genannte technische Hilfe Leistungen.

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