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Kultusminister beraten über weitere Öffnung von Schulen

28.04.2020 - Wochenlang waren die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Nun beraten Hamburgs Schulsenator Rabe und die anderen Kultusminister der Länder über eine weitere Öffnung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Corona-Fälle auf Krebsstationen gegen das UKE.

  • Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg, gibt ein Statement ab. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg, gibt ein Statement ab. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) und die anderen Kultusminister der Länder wollen sich am Dienstag auf ein Konzept zur schrittweisen weiteren Öffnung der Schulen verständigen. Bereits am Montag hatten die Ressortchefs nach Angaben des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums über ein «Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in den Schulen» in der Corona-Krise gesprochen. Der Entwurf sollte danach noch in einzelnen Punkten überarbeitet und dann der Ministerpräsidentenkonferenz für die nächste Beratung mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag zugeleitet werden.

Die meisten Bundesländer planen eine weitere teilweise Schulöffnung für den 4. Mai. Dabei sollen zunächst die im kommenden Schuljahr vor Prüfungen stehenden Jahrgänge in die Schulen zurückkehren. Auch für die ältesten Grundschüler wird es den Planungen zufolge in den meisten Ländern dann wieder losgehen. In nahezu allen Bundesländern sind seit Anfang vergangener Woche die ersten Schüler wieder in die Klassenräume zurückgekehrt, allerdings nur die Abschlussklassen - für Prüfungen oder Prüfungsvorbereitungen.

Ebenfalls am Dienstag öffnen Hamburgs Bücherhallen teilweise wieder. Dann können die Bürger Bücher, Filme und Musik wieder persönlich ausleihen - allerdings unter Auflagen. Statt Wlan und Leseecken gebe es wegen der Corona-Pandemie Abstandsregeln, Desinfektionsmittel und eine Plexiglasscheibe zum Schutz der Beschäftigten, sagte die Leiterin der Bücherhallen, Frauke Untiedt, dem Hörfunksender NDR 90,3 (Dienstag): «Wir machen es absichtlich unbequem.»

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat derweil nach mehreren nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) offiziell Ermittlungen aufgenommen. «Die vorgetragenen Sachverhalte werden von der Staatsanwaltschaft jetzt umfassend in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht geprüft», sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Montag dem NDR. An die rechtliche Bewertung der Anzeigenerstatter sei die Staatsanwaltschaft nicht gebunden, es könne auch ein anderer Tatbestand infrage kommen.

Ermittelt werden gegen Verantwortliche der Klinik und eine Reinigungskraft, die wegen fahrlässige Körperverletzung beziehungsweise versuchten Mordes angezeigt worden waren. Das UKE erklärte auf Anfrage des NDR, keine Informationen zu den Ermittlungen zu haben. Der «Spiegel» hatte zuvor berichtet, dass wohl eine Reinigungskraft für die Anfang April bekannt gewordene Infektion der rund 20 Patienten und 20 Mitarbeiter verantwortlich sein könne. Dies hatte die Klinikleitung bisher zurückgewiesen. Nach UKE-Angaben sind inzwischen drei der betroffenen Patienten gestorben.

Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Sonntag um 22 auf 4658 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3300 inzwischen als genesen angesehen werden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Sie gehe deshalb aktuell von rund 1200 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus.

Nach Angaben des RKI sind in Hamburg 142 Personen mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Todesursächlich war die Infektion nach Zählung des Instituts für Rechtsmedizin am UKE aber nur bei 133 Gestorbenen. Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 182 Hamburger wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in stationärer Behandlung, davon 62 auf Intensivstationen. Das waren zwei beziehungsweise drei Patienten mehr als am Sonntag.

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