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Immobilien im Hamburger Umland steigen stärker im Preis

23.04.2019 - Die Experten nennen es «Überlaufeffekt» - weil Häuser und Wohnungen in der Stadt sehr teuer geworden sind, weichen die Käufer auf das Umland aus. Dort ist es immer noch deutlich billiger als in Hamburg, doch die Preise steigen schneller.

  • Das Logo der Landesbausparkasse (LBS). Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der Landesbausparkasse (LBS). Foto: Carsten Rehder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Häuser und Wohnungen im Großraum Hamburg verteuern sich weiter und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen. «Wir sehen keine Preisblase, weder in Hamburg noch in Deutschland insgesamt», sagte Jens Grelle, Vorstandsvorsitzender der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg, am Dienstag in der Hansestadt. Trotz der lebhaften Bautätigkeit in Hamburg reichten die neuen Häuser und Eigentumswohnungen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Das sei auf dem Hamburger Stadtgebiet vielleicht gar nicht möglich.

Eine gemeinsame Studie des Immobilienfinanzierers mit dem Marktforschungsunternehmen F+B ergab, dass sich der Preisauftrieb innerhalb Hamburgs gleichwohl verlangsamt und auf hohem Niveau verstetigt hat. So kosten Häuser aus dem Bestand im Hamburger Durchschnitt 4037 Euro je Quadratmeter und haben damit erstmals die Marke von 4000 Euro überschritten. Das entspricht einem Anstieg von 4,4 Prozent. Die teuren Hamburger Stadtteile wie Nienstedten, Blankenese, Othmarschen oder Eppendorf mit Quadratmeterpreisen von mehr als 7000 Euro haben diesen Durchschnittswert kräftig in die Höhe gezogen.

Im Umland dagegen stieg der Kaufpreis für gebrauchte Häuser um 7,2 Prozent auf 2397 Euro je Quadratmeter. Doch unmittelbar an der Stadtgrenze und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr erreichen die Preise bereits annähernd Hamburger Niveau, so etwa in Wentorf/Aumühle (3879 Euro)/Quadratmeter), Reinbek, Ahrensburg, und Großhansdorf sowie im Westen Wedel, Halstenbek, Schenefeld und Rellingen. Im Durchschnitt sind Häuser im Umland immer noch fast 200 000 Euro günstiger als in der Stadt, aber der Abstand wird geringer. «Und es kommt sehr darauf an, wo im Umland eine Immobilie gekauft wird», sagte Grelle. Für weniger als 2000 Euro je Quadratmeter könnten zum Beispiel noch Häuser in Kaltenkirchen erworben werden.

Ähnlich verlief die Entwicklung bei den Eigentumswohnungen aus dem Bestand, die sich in Hamburg um 4,2 Prozent verteuerten und im Umland um 9,0 Prozent. Doch auch hier ist das Preisniveau im Umland immer noch deutlich günstiger als in der Stadt, mit 2295 gegen 4483 Euro je Quadratmeter. «Viele Kunden sagen: Die Preise in Hamburg kann und will ich nicht mehr zahlen», sagte Grelle. Dank des niedrigen Zinsniveaus könnten sich jedoch auch Mieter mit ausreichend Eigenkapital Wohneigentum leisten, nur nicht in allen Stadtteilen oder Umlandgemeinden.

Die Immobilienexperten haben für ihre Studie zwischen Juli 2018 und Januar 2019 rund 14 400 öffentlich zugängliche Immobilienangebote gesichtet und mit den Vorgängerstudien verglichen, die seit etlichen Jahren erstellt werden.

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