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Läden öffnen am Sonntag, Gottesdienste bleiben tabu

25.04.2020 - Shoppen am Sonntag: Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Krise dürfen Läden im Norden ausnahmsweise auch am Sonntag öffnen. Die Kirchen bleiben aber zu - und auch Touristen dürfte es an diesem Wochenende im Norden weiter nicht geben.

  • Die Botschaft «Wir sind wieder da» hängt an den Scheiben einer Pizzeria im Kieler Bahnhofsviertel. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Botschaft «Wir sind wieder da» hängt an den Scheiben einer Pizzeria im Kieler Bahnhofsviertel. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach coronabedingt wochenlanger Schließung dürfen Schleswig-Holsteins Geschäfte ausnahmsweise auch an diesem und am nächsten Sonntag öffnen. So können etwa im Kreis Nordfriesland - dazu zählen unter anderem auch die Inseln Sylt und Föhr - alle Verkaufsstellen nun auch an Sonntagen zwischen 11 und 17 Uhr öffnen, wie der Kreis mitteilte. Bäckereien, Floristen und Zeitungshändler dürfen an Sonntagen zusätzlich zum Vormittag ab 11.00 Uhr weitere sechs Stunden geöffnet haben. So sollen die Kundenströme sich zeitlich besser verteilen und die erforderlichen Abstände zur Eindämmung der Corona-Pandemie leichter eingehalten werden können. Für den 1. Mai selbst gilt die Ausnahmeregelung nicht.

Wer sonntags einen Gottesdienst oder andere religiöse Zeremonien besuchen möchte, muss sich jedoch noch gedulden. Anders als Sachsen, Thüringen und Berlin, wo schon jetzt oder in einigen Tagen die Kirchen unter Auflagen wieder öffnen, bleiben die Gotteshäuser im Norden zum Ärger der oppositionellen SPD-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag für Gottesdienste verschlossen. Wie die Christen zu Karfreitag und Ostern müssen jetzt auch die Muslime im Fastenmonat Ramadan auf gemeinsame Gebete verzichten.

Und auch mit dem Tourismus sieht es schlecht aus. Dem Stufenplan der Landesregierung zufolge sollen ab 4. Mai Zweitwohnungsbesitzer nach Schleswig-Holstein zurückkehren dürfen. Möglicherweise soll das auch Dauercampern erlaubt werden. Alle anderen - vor allem Tagestouristen - müssen jedoch noch warten. Das empör Vertreter des CDU-Wirtschaftsrats in Hamburg und in Schleswig-Holstein. «Ob ein Wedeler zum Spaziergang an der Elbe nach Rissen geht, was erlaubt ist, oder ein Bergedorfer in den Sachsenwald fährt, was verboten ist, macht virologisch keinen Unterschied», klagte etwa Schleswig-Holsteins Landesvorsitzender Christian von Boetticher.

Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus stieg unterdessen bis Donnerstagabend um 27 auf 2557. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich laut Landesregierung um 4 auf 88. Mindestens 31 Todesfälle wurden dabei aus Alten- und Pflegeheimen gemeldet, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den elf Kreisen und vier kreisfreien Städten ergab. Allein in einem Heim in der Gemeinde Rümpel bei Bad Oldesloe starben elf Bewohner.

Insgesamt 103 Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 4 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 1900 Corona-Infizierte sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts mittlerweile genesen, wie die Landesregierung mitteilte.

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