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Lange Haftstrafen für geplanten Kokain-Schmuggel

22.01.2020 - Transporte sind ihr Geschäft, aber das Wasser steht ihnen bis zum Hals. Da entschließen sich ein Firmenchef und ein Angestellter, bei einem lukrativen Kokainschmuggel mitzumachen. Jetzt werden sie dafür mehrere Jahre im Gefängnis büßen müssen.

  • Ein Zollbeamter öffnet ein Paket mit Kokain. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Zollbeamter öffnet ein Paket mit Kokain. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Wegen Beihilfe zum geplanten Schmuggel von 210 Kilo Kokain hat das Landgericht Hamburg zwei Männer im Alter von 41 und 30 Jahren zu langer Haft verurteilt. Der ältere Angeklagte erhielt am Mittwoch eine Strafe von sieben Jahren, der jüngere fünfeinhalb Jahre Gefängnis. Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Das Rauschgift war nach Erkenntnissen des Strafkammer im Sommer 2018 in Brasilien in einer Motorjacht verbaut worden, die anschließend an Bord eines Frachters nach Antwerpen gebracht werden sollte. Doch bevor die Jacht verladen wurde, war der brasilianische Zoll auf das Boot im Hafen von Santos aufmerksam geworden. Die Beamten entdeckten das Kokain bei einer Kontrolle. Zwei Wochen später nahm die Hamburger Polizei die Angeklagten fest. Polizei und Zoll hatten die Männer bereits seit Monaten überwacht, wie die Vorsitzende Richterin sagte.

Der 41-Jährige hatte als Geschäftsführer den Bootskauf in Brasilien veranlasst. Der mit mehr als 400 000 Euro verschuldete Angeklagte hatte dann von einem Mittäter das Angebot bekommen, in der Jacht Kokain zu schmuggeln. Der 30-jährige Angestellte, ebenfalls in finanziellen Nöten, reiste nach Brasilien und fädelte das Geschäft ein. Für den Schmuggel sollten die Angeklagten 50 000 Euro und die Transportkosten bekommen.

Der ältere Angeklagte habe aus dem Hintergrund gehandelt, der jüngere sei vor Ort aktiv geworden, sagte Richterin Martina Arndt. Sie hielt dem 30-Jährigen sein Geständnis zugute. Dem 41-Jährigen warf sie vor, er habe im Prozess versucht, die Schuld seinem ehemaligen Angestellten in die Schuhe zu schieben. Seine Verteidiger hätten gar versucht, die Staatsanwältin unter Druck zu setzen. «Ein ganz erstaunliches Verhalten», meinte die Richterin.

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