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Langwierige Bombenentschärfung mit Spezialgerät in Glinde

05.09.2019 - Eine Bombenentschärfung in Glinde bei Hamburg hat Einsatzkräfte und Anwohner über viele Stunden in Atem gehalten. Die Missachtung der Absperrungen und ein fehlendes Spezialgerät sorgen für Verzögerungen. Ein nächtlicher Knall signalisiert das Ende der Gefahr.

  • Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». Foto: P. Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Flatterband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung». Foto: P. Seeger/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Glinde (dpa/lno) - Fast neun Stunden hat am Mittwoch die Entschärfung einer Fliegerbombe in Glinde (Kreis Stormarn) bei Hamburg gedauert. Mehrfach wurden Menschen im evakuierten Bereich gesichtet, was zur Unterbrechung der Aktion führte, wie die Polizei mitteilte. Am späten Nachmittag stellte der Kampfmittelräumdienst fest, dass ein Spezialgerät benötigt wird. Dieses traf erst am Abend ein, so dass das Technische Hilfswerk für eine Beleuchtung der Einsatzstelle sorgen musste. Um welche Art Gerät es sich handelte, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen. Erst gegen Mitternacht, nach Sprengung des Zünders der 500-Pfund-Bombe, konnten die rund 6000 Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Weltkriegsbombe war bei Abrissarbeiten in einem Gewerbegebiet entdeckt worden. Gebäude im Umkreis von einem Kilometer um den Fundort der Fliegerbombe wurden evakuiert. Aus Sicherheitsgründen fiel zudem der Unterricht an allen Glinder Schulen aus, auch für Donnerstag wurde vorsorglich der Unterricht an Grundschulen abgesagt. Die Stadt stellte Notunterkünfte zur Verfügung.

Der Luftraum über dem Fundort war während der Entschärfung gesperrt. Die Polizei überwachte das Gebiet jedoch mit zwei Drohnen, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Autobahn 24 zwischen Hamburg und Berlin musste nicht gesperrt werden. Im Einsatz waren mehr als 100 Polizisten sowie gut 670 Mitarbeiter von Feuerwehr, Stadt und Rettungsdienst.

Glinde liegt am östlichen Hamburger Stadtrand. Hamburg war im Zweiten Weltkrieg Ziel schwerster Luftangriffe. Nach Schätzungen fielen über 100 000 Tonnen Bomben auf die Hafenstadt. Über Schleswig-Holstein warfen die Alliierten nach Angaben des Landeskriminalamts mehr als 45 000 Tonnen ab.

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