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Mann hortet Kriegswaffen und Munition: Wiederholungstäter

06.02.2020 - In Nordfriesland werden das Haus und eine Scheune eines Waffennarrs durchsucht. Die Polizei findet Sprengstoff und Kriegswaffen. Der Beschuldigte ist kein Unbekannter.

  • Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Husum (dpa/lno) - Die Polizei hat bei der Durchsuchung eines Wohnhauses und einer Scheune in der Nähe von Husum (Kreis Nordfriesland) ein ganzes Kriegswaffenarsenal entdeckt. Bei der Aktion am Dienstag wurden unter anderem ein Maschinengewehr, diverse Langwaffen, Panzerfaustköpfe, Mörsergranaten, mehrere Kilogramm Sprengstoff, Chemikalien und Werkstoffe zur Herstellung von Munition sowie Reichskriegsflaggen und NS-Devotionalien sichergestellt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Umgang des Beschuldigten mit den Gegenständen und die unsachgemäße Lagerung stellten demnach eine erhebliche Gefahrenquelle dar.

Der 40 Jahre alte Mann ist kein Unbekannter. Bei ihm wurden bereits im Sommer 2015 umfangreiche Mengen an Kriegswaffen und Sprengstoffen gefunden, darunter knapp 90 Kilogramm des Sprengstoffs TNT, 40 Langwaffen, zwei Panzerfäuste und eine Landmine russischer Herkunft. Die aktuell Sammlung ist nach Angaben der Polizei nicht so groß.

2015 hatte der Mann angegeben, die Waffen aus «Sammelleidenschaft» gehortet zu haben. Auch aktuell haben die Ermittler keine Hinweise darauf, dass der 40-Jährige Kontakte zur rechten Szene oder zu Reichsbürgern hat. Gegen ihn wird unter anderem wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz ermittelt.

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