Mann nach Verfolgungsfahrt der Urkundenfälschung verdächtig

12.04.2021 Nach einer Verfolgungsfahrt mit Schussabgabe über die Autobahn 7 und durch Teile von Hamburg hat die Polizei wegen des Verdachts der Urkundenfälschung die Wohnung des geflüchteten Fahrers durchsucht. Auch für die Wohnungen seiner Beifahrerin und seiner Mutter wurden Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Polizei zufolge hatte der 18 Jahre alte Fahrer am Freitag zunächst von Beamten der Polizei Neumünster kontrolliert werden sollen, hielt jedoch nicht an, sondern floh über die Autobahn 7 in Richtung Hamburg. An der Anschlussstelle Schnelsen-Nord verließ der 18-Jährige die Autobahn und raste durch die Stadt. Dabei gefährdete er den Verkehr und stieß mit dem Auto eines 47-Jährigen zusammen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann wurde leicht verletzt. Seine einjährige Tochter, die sich ebenfalls in dem Wagen befand, blieb unverletzt.

Kurz darauf rammten die Polizeibeamten den Wagen des 18-Jährigen, der aber nur kurz stehen blieb, und gaben mehrere Schüsse auf das Fluchtauto ab. Schließlich kam der 18-Jährige vor einer Schule zum Stehen und wurde vorläufig festgenommen, kurz darauf aber wieder entlassen. Er erlitt eine Verletzung an der Schulter. Seine 15 Jahre alte Beifahrerin wurde nicht verletzt.

Nachdem der 18-Jährige gestoppt worden war, durchsuchten Ermittler den Wagen, wie die Polizei am Montag weiter mitteilte. Dabei fanden sie im Kofferraum gefälschte tschechische Personaldokumente, hieß es. Noch am Freitagabend wurde die Wohnung des 18-Jährigen im Hamburger Stadtteil Langenhorn durchsucht. Dort fanden die Einsatzkräfte unter anderem eine Schreckschusswaffe, einen Spezialdrucker, Betäubungsmittel und weitere Dokumente. Wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung wurde der 18-Jährige den Angaben zufolge daraufhin erneut festgenommen. Mangels Haftgründen wurde er jedoch wieder freigelassen.

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