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Hecking-Schüler Thioune soll beim HSV für Wandel stehen

06.07.2020 - Der HSV hat schnell einen Nachfolger für Dieter Hecking gefunden. Daniel Thioune heißt der neue Chefcoach. Er soll für eine Neuausrichtung des HSV stehen.

  • Thioune soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge neuer Cheftrainer des Hamburger SV werden. Foto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Thioune soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge neuer Cheftrainer des Hamburger SV werden. Foto: Tom Weller/dpa-Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Abschied von Trainer Dieter Hecking beim Hamburger SV soll es sein einstiger Schüler Daniel Thioune richten. Der 45 Jahre alte Trainer vom Zweitligarivalen VfL Osnabrück erhält beim HSV einen Zweijahresvertrag, teilten die Hamburger am Montag mit. Thioune soll den Neuaufbau beim HSV light in Angriff nehmen und steht damit für einen Wandel: preiswerte Profis ohne große Namen, dafür aber mit gewaltigem Erfolgshunger. «Wir haben mit Daniel Thioune einen Trainer geholt, der in Osnabrück mit überschaubaren Mitteln eine Mannschaft stetig weiterentwickelt hat. Er passt zu unserer den etwas veränderten Möglichkeiten angepassten Ausrichtung», sagte Sportvorstand Jonas Boldt.

Der in Georgsmarienhütte geborene Thioune, der Osnabrück in die 2. Liga und dort zum Klassenverbleib geführt hat, beerbt Ruhepol Hecking, der nach nur einem Jahr in Hamburg Abstand vor einer Vertragsverlängerung genommen hat. Beide Trainer kennen sich gut. Unter Heckings Führung war Thioune von 2002 bis 2004 Spieler beim VfB Lübeck. Unlängst lobte Hecking seinen früheren Schützling: «Er macht einen sehr, sehr guten Job in Osnabrück. Er ist ein Trainer, der auf sich aufmerksam macht.»

Hecking hat andere Ziele. «Ich sehe mich grundsätzlich schon als Erstligatrainer», formulierte er sein Selbstverständnis in der «Bild». Der HSV muss sich jedoch bescheiden. Wegen des Ausstiegs von Hauptsponsor Emirates und Investor Klaus-Michael Kühne als Inhaber der Namensrechte am Volksparkstadion beklagt er eine größere Finanzlücke und muss sparen. Der verpasste Aufstieg kostet zudem mehrere Millionen an TV-Geldern, die fehlenden Zuschauereinnahmen wegen der Corona-Pandemie haben ein weiteres Loch gerissen.

Während Thioune in Osnabrück gelernt hat, aus wenig viel zu machen, geht Hecking von einem anderen Anspruchsniveau aus. Der 55-Jährige hatte eine Vertragsverlängerung von einem Top-Kader abhängig gemacht. Die konnte ihm Sportvorstand Boldt aber nicht garantieren. «Vielleicht wäre es auch schwer, so einen Neuanfang mit den Namen Boldt und Hecking gemeinsam zu initiieren. Beide Namen zusammen stehen ja irgendwie für die Erwartung Bundesliga», sagte Hecking und forderte: «Der HSV muss in der Realität ankommen.»

Der als Team-Entwickler bekannte Thioune könnte passen an der Elbe. Im dritten Zweitliga-Jahr soll der Sohn einer Deutschen und eines Senegalesen mit dem einstmals ruhmreichen HSV neue Wege beschreiten, um aus der Dauerkrise zu kommen. Die Etatkürzungen von derzeit rund 30 Millionen auf 23 Millionen Euro lässt bei den Spielertransfers keinen großen Spielraum zu. Für teure Stars ist kein Platz mehr.

«Dass der HSV zurück in die Bundesliga möchte, weiß jeder. Aber davon zu reden, bringt uns den Zielen nicht näher», betonte der neue Coach. Er wolle «hart daran arbeiten, dass sich alle Spieler weiterentwickeln». Gerade da hatte der HSV in der Vergangenheit Probleme. Einige Leistungsträger offenbarten mit zunehmender Saisondauer Qualitätseinbußen.

Thioune hat die Hamburger, die bei zwei Versuchen auf Rückkehr in die Bundesliga gescheitert sind, in den Gesprächen beeindruckt. Man habe gespürt, «dass Daniel für diese Herausforderung brennt», sagte Boldt. Der HSV hat sich mit dem VfL Osnabrück auf eine vorzeitige Freistellung Thiounes geeinigt. Der Vertrag des Trainers bei den Niedersachsen sollte ursprünglich erst im Sommer nächsten Jahres enden. Die Ausstiegssumme soll laut «Bild» rund 300 000 Euro betragen.

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