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Mehr Anfragen nach Tierheimhunden in Hamburg

24.05.2020 - Beim Hamburger Tierheim haben in den vergangenen Wochen zwar die Anfragen nach Hunden leicht zugenommen, die Vermittlungszahlen änderten sich allerdings kaum. Da habe sich die leicht erhöhte Nachfrage nicht bemerkbar gemacht, sagte Sprecher Sven Fraaß der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Dennoch leben derzeit weniger Hunde in Deutschlands zweitgrößtem Tierheim. «Der Bestand ist niedriger, weil wir viele Hunde an andere Tierheime abgeben konnten.»

  • Ein Hund steht in seinem Zwinger im Tierheim an der Süderstraße. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Hund steht in seinem Zwinger im Tierheim an der Süderstraße. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

So wurden vor allem Hofhunde und sogenannte Listen-Hunde - wie beispielsweise Pitbull-Terrier - an Tierheime in anderen Bundesländer gegeben. Also Tiere, die hier aufgrund der städtischen Enge oder der strengen Gesetze kaum vermittelt werden. «Hamburg hat ein sehr strenges Hundegesetz. Die Anschaffung beispielsweise eines Pitbulls ist deshalb de facto nicht möglich, beziehungsweise mit so strengen Auflagen verknüpft, dass es für die Hunde auch nicht schön ist.»

Derzeit leben 151 Hunde im Hamburger Tierheim in der Süderstraße. Vor einem Jahr um diese Zeit waren es 177. Fraaß und seine Kollegen gehen davon aus, dass coronabedingt bald mehr Tiere abgegeben werden könnten. «Wir rechnen damit, dass das noch steigen wird - die Abgabezahlen und vielleicht auch die Aussetzungen.» Gründe dafür könnten finanzielle Nöte der Tierbesitzer nach Kurzarbeit oder wegen Arbeitslosigkeit sein. «Bislang hat es in dieser Hinsicht aber zum Glück noch nicht so viele Fälle gegeben.»

Anfragen nach einem Hund gegen die coronabedingte Einsamkeit habe es bislang kaum gegeben. «Wer einsam ist, fragt eher nach einem Ehrenamt», so Fraaß. Von einer Entscheidung für einen Hund aus Gründen der Einsamkeit rate das Tierheim zudem stets ab. «Da fragen wir vorsichtig nach, ob das wirklich gut durchdacht ist.»

Im Moment leben in dem Tierheim fast 1000 Tiere - von Hund und Katze über Schlangen und Spinnen bis hin zu Schildkröten. Vor einem Jahr waren es den Angaben des Sprechers zufolge fast 1300 Tiere. Für die Versorgung sind etwa 100 Mitarbeiter und zahlreiche Ehrenamtliche zuständig. Viele von ihnen kommen derzeit häufiger, weil sie wegen der Krise mehr Zeit haben. Das Tierheim-Gelände ist etwa vier Hektar groß, es kann derzeit für Vermittlungen und ähnlichem coronabedingt nur nach vorheriger Terminabsprache besucht werden.

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